Sie sind hier: Startseite / Aktuelles / News | Aktuelles 2019 / News | Aktuelles 2013

News | Aktuelles 2013

Kinder besser auf den Schulstart vorbereiten - Martini-Stiftung und Stiftung Diamant Software unter-stützen Kooperationsprojekt mit bislang 95.000 Euro

Ziehen positive Bilanz: (V. l.) Angelika Riedrich (DRK Kreisverband), Roswitha Lammel (Grundschule Am Homersen), Hermann Martini, Michael Martini (beide Martini-Stiftung)

Ein positives Zwischenfazit zogen DRK Kitas, Grundschulen und Stiftungen beim ersten Stiftertreffen zum Projekt „Fähigkeiten der Kinder entdecken und stärken“. Unterstützt wird das Kooperationsprojekt von der Martini-Stiftung und der Stiftung Diamant-Software aus Bielefeld. Gegenstand der Kooperation ist die individuelle Förderung von Kindern, die nicht durch Frühförderkonzepte oder Therapien in ihrer Lernentwicklung begleitet werden. Die zu fördernden Kinder werden in den letzten beiden Kindergartenjahren bis zu Beginn der Schuleingangsphase, also insgesamt für drei Jahre, von erfahrenen Pädagoginnen begleitet.

Die Pilotphase des Projektes startete 2010 im FamZ (Familienzentrum) DRK Kita Nestwerk in Heepen. „Einige Kinder benötigen mehr Zeit als andere und spezielle Anregungen, um optimal vorbereitet in die Schule starten zu können“, erläutert Kita-Leiterin Ursula Reinsch die Grundidee des Projektes. Diese Kinder seien normal begabt und könnten daher nicht durch andere Frühförderkonzepte unterstützt werden. Gleichwohl hätten Brüche in der Entwicklungsphase oder spezielle familiäre Situationen dazu geführt, dass die Kinder ihre Stärken nicht entfalten könnten. Die Gründe seien vielfältig, sagt Reinsch: „Mal ist es das kranke Geschwisterkind, die berufliche Situation oder unzureichende Sprachkenntnisse, die es Eltern erschwert, dem Kind bestmögliche Rahmenbedingungen für seine Entwicklung zu geben.“

Hier setzt das Projekt an. In enger Abstimmung mit den Eltern, Erzieherinnen und der Lehrkraft erarbeitet die Lernbegleiterin einen Förderplan, der von allen Beteiligten mitverantwortlich getragen wird. Durch dieses Netzwerk sollen präventiv bestmögliche Voraussetzungen für schulisches Lernen geschaffen werden. Lesen, Schreiben und Rechnen stehen dabei nicht auf dem Stundenplan der Kinder. Vielmehr unternehmen sie Ausflüge in den Tierpark, auf den Markt, ins Museum oder Theater.

 

Projektbeteiligte und Stifter zogen erste positiv Zwischenbilanz des Projektes Projekt „Fähigkeiten der Kinder entdecken und stärken“

„Das Erlebte verhilft den Kindern zu mehr Selbstbewusstsein“, formuliert Roswitha Lammel, Schulleiterin der Grundschule Am Homersen und Initiatorin des Projektes, ein Ziel der Initiative. Gleichzeitig werden die Eltern durch Beratungsgespräche unterstützt. Dort erfahren sie auch, wie sich scheinbar

banale Tätigkeiten wie das gemeinsame Kochen oder Backen als Lernfelder für Sprache und Mathematik eignen. Zwischenzeitlich sind erste Kinder in der Schuleingangsphase der Grundschule angekommen. „Unsere Hoffnungen haben sich mehr als erfüllt“, sagt Lammel.

Hermann Martini zeigte sich begeistert vom bisherigen Verlauf: „Die Erfahrungen zeigen, dass bei möglichst frühzeitiger Förderung der Kinder die besten Erfolge erzielt werden.“ Er dankte allen Beteiligten für ihr außerordentliches Engagement: „Da steckt viel Herzblut drin.“ Die Gelder seien richtig angelegt. Insgesamt sind sechs DRK Kindertagesstätten in Mitte, Heepen, Milse und Sennestadt sowie fünf Grundschulen an dem Projekt beteiligt. Bislang werden rund 40 Kinder gefördert. Die jährlichen Zuschüsse der Stiftung Diamant Software und der Martini-Stiftung betragen insgesamt 36.000 Euro. Die Gesamthöhe der von den Stiftungen bis Sommer 2014 zur Verfügung gestellten Fördergelder beträgt rund 95.000 Euro.

Christina-Carolin Rempe 

Projektbeteiligte „Fähigkeiten der Kinder entdecken und stärken“

Mitte: FamZ DRK Kita Weltweit, Josefschule

Heepen: FamZ DRK Kita Nestwerk, DRK Kita Heeper Strolche, DRK Kita Lummerland, Grundschule Am Homersen, Grundschule Heeperholz

Milse: DRK Kita Mehlhausen, Grundschule Milse

Sennestadt: FamZ DRK Kita Heideblümchen, Hans-Christian-Andersen-Grundschule

Die Stiftungen

Die Stiftung Diamant Software fördert Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen und unterstützt hilfsbedürftige Menschen durch eigene Projekte oder durch direkte Zuwendungen.

Die Ingrid- und Hermann-Martini-Stiftung unterstützt und fördert Behinderte und in Not geratene Menschen und fördert Erziehung und Bildung, Heimat- und Denkmalpflege sowie ehrenamtliche Tätigkeit.

 

Weitere Informationen:

DRK Kita und FamZ Nestwerk

Rüggesiek 26, 33719 Bielefeld

Ursula Reinsch, Telefon 05 21 – 336 76 96

 

Petra Schlegel zu Gast beim Bürgerfest des Bundespräsidenten | Einladung honoriert Engagement für den Kinderkulturpass

Glück gehabt: Beim Bürgerfest im Schloss Bellevue begegnet DRK-Kita-Leiterin Petra Schlegel persönlich Bundespräsident Joachim Gauck

Die Leiterin des Familienzentrums DRK Kita Weltweit Petra Schlegel nahm jetzt auf Einladung von Bundespräsident Joachim Gauck am diesjährigen Bürgerfest im Schloss Bellevue teil. Der Bundespräsident dankte den 4.000 Gästen, die aus ganz Deutschland nach Berlin eingeladen wurden, für ihr ehrenamtliches Engagement. Petra Schlegel erhielt die Auszeichnung für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Rahmen des Projektes Kinderkulturpass. Bereits 2012 wurde dies unter dem Dach des Familienzentrums DRK Kita Weltweit als Lichtpunkt durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, die RWE-Stiftung und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Interessante Gespräche mit Prominenten: DFB-Direktorin Steffi Jones zeigt sich begeistert von Petra Schlegels Idee des Kinderkulturpasses (v. l.)

Bildungschancen liegen in Bielefeld direkt vor der Haustür. Das Projekt Kinderkulturpass initiiert Kulturorte als Begegnungs- und Bildungsort für Familien. Kinder und Eltern gehen auf Entdeckungsreise und sehen ihr Umfeld mit anderen Augen: Bibliothek, Musik- und Kunstschule, Botanischer Garten, Museen, Tierpark, städtische Bühnen...  Dabei lernen vor allem die Kinder spielerisch, Fragen zu stellen, zu experimentieren und sich selbst auszuprobieren. Petra Schlegel hatte das Projekt Ende 2011 initiiert.

Während des Bürgerfestes hatte die Kita-Leiterin Gelegenheit, dem Bundespräsidenten persönlich das Projekt Kinderkulturpass vorzustellen: „Er fragte mich: ‚Aus welchem Grund durfte ich Sie einladen?’ Bei so vielen Gästen war das ein echter Glücksfall“, erzählt Schlegel. Joachim Gauck zeigte sich beeindruckt, da das Projekt „auf wunderbare Weise Bildung mit Integration verbinde.“ Petra Schlegel ist immer noch begeistert: „Der Bundespräsident ist den Menschen zugewandt und sehr freundlich. Jeder fühlte sich wertgeschätzt.“

2012 haben bereits 30 Kinder und ihre Eltern aus 20 verschiedenen Nationen den Kinderkulturpass erhalten. Im Jahr 2013 nehmen weitere 30 Familien an diesem Projekt teil.

Prominenz vor Ort: Bundes-tagsvizepräsident Wolfgang Thierse beglückwünscht DRK-Kita-Leiterin Petra Schlegel zu ihrem Engagement für den Kinderkulturpass

Diese haben Ausfüge in verschiedene Bielefelder Museen, in die Stadtbibliothek, zum Instrumententag der Musik- und Kunstschule, in den Tierpark Olderdissen, zu den Bielefelder Puppenspielen oder ins MARTa in Herford unternommen – mit nachhaltigem Erfolg: Viele Familien haben sich inzwischen einen Bibliotheksausweis ausstellen lassen und neun Kinder sind für Instrumentenunterricht angemeldet, der jetzt nach den Sommerferien startet.

Für die Jahre 2012 und 2013 wurde das Projekt Kinderkulturpass als Lichtpunkt mit je 8.000 Euro finanziell gefördert. Um das Projekt auch in 2014 fortführen zu können, bedarf es der Unterstützung durch regionale Sponsoren oder Stiftungen.

Lichtpunkte ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, unterstützt von der RWE Stiftung und gemeinsam umgesetzt mit dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Programm fördert landesweit neun Projekte, die eine Brücke zwischen Eltern und Einrichtungen bauen. So können Pädagogen und Eltern gemeinsam Verantwortung dafür übernehmen, dass alle Kinder entsprechend ihrer Fähigkeiten und Interessen auf ihrem Bildungsweg unterstützt werden.

Christina-Carolin Rempe

Englisch lernen in der DRK - Kita Spaß und Selbstbewusstsein stehen im Vordergrund

Begeistert: Die DRK-Vorschulkinder feiern mit dem Besuch des Annie und Alex-Musicals den Abschluss des Early English Angebotes

In weniger als fünfzehn Jahren kooperieren und konkurrieren Kinder, die heute in den Kindertagesstätten (Kita) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) spielen, auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Hierbei wird ihre Fähigkeit Englisch zu sprechen, ein großer Vorteil sein. Jetzt haben rund 80 Vorschulkinder aus sechs DRK-Einrichtungen einen knapp einjährigen Early English Kurs erfolgreich abgeschlossen.

Kinder, die schon englische Grammatik büffeln und Vokabeln pauken, anstatt mit ihren Freunden zu spielen? „Davon ist unser Early English Konzept weit entfernt“, sagt Kita-Leiterin Marita Gelbe-Kruse. Sie ist im DRK-Kreisverband Bielefeld e. V. verantwortlich für das Projekt und koordiniert alle kitaübergreifenden Aktivitäten. „Ziel ist es, die Kinder mit so viel Spaß an die englische Sprache heranzuführen, dass sie das Lernen dabei gar nicht bemerken."

Mit Alex und Annie (v. l.) lernen die DRK-Kinder spielerisch die englische Sprache

Dass die Kinder mit Spaß bei der Sache sind, konnten Eltern und Angehörige jetzt hautnah miterleben. Als Höhepunkt und Abschluss des Programms hatte das DRK alle Early English Absolventen und ihre Familien in die Lutherschule eingeladen. Dort führten die Schauspieler Sabine Sturm und Christopher Fliether aus Hamburg das Annie und Alex-Musical auf. Erzählt wird dabei die spannende Geschichte von Annie und Alex, die mit ihren Freunden bei ihrer Reise durch das Rainbow Land viele Abenteuer erleben.

„English is easy, English is fun“, „One little, two little, three little fingers”, “Beautiful colours” – die kleinen Zuschauer können jedes Lied auswendig mitsingen. „Musik und Rhythmus unterstützen die in diesem Alter besonders ausgeprägte Merkfähigkeit der Kinder“, erläutert Marita Gelbe-Kruse. Die Aussprache falle den Mädchen und Jungen leicht und die Worte werden ihnen schnell vertraut. „So wird die gesamte spätere Sprachkompetenz gestärkt.“

Stars zum Anfassen: Alex und Annie alias Christopher Fliether und Sabine Sturm (v. l.) zählen mit den DRK-Kindern auf Englisch

Kurze, einfache und eingängige Lieder sind der wichtigste Baustein des Konzeptes. Diese enthalten jeweils ein Lernziel und bauen systematisch aufeinander auf. Ergänzt werden sie durch einfache Übungen, Spiele sowie Mal- und Bastelarbeiten. Der Unterricht findet einmal wöchentlich in effektiven Kleingruppen statt.

Ist es sinnvoll, Kinder bereits in der Kita mit einer Fremdsprache zu konfrontieren? „Diese Frage wird tatsächlich immer wieder diskutiert“, räumt Marita Gelbe-Kruse ein. Der Vorsprung an erlernten Vokabeln und Redewendungen sei in kurzer Zeit aufzuholen. „Der wahre Lernvorteil der Early English Kinder ist die Erfahrung, dass Lernen Spaß macht.“ Die Jungen und Mädchen lernen selbstverständlicher und mit größerem Selbstbewusstsein.

Das Programm „Early English“ ist ein innovatives Lernkonzept für Kinder im letzten Kindergartenjahr bis zum Ende der 4. Klasse. Es wurde von dem Lehrer und Musiker Paul Lindsay entwickelt.

Christina-Carolin Rempe

Weitere Informationen: www.annie-alex.com

DRK Nachwuchsgärtner lernen beim Saen und Ernten - EDEKA Niehoff übernimmt Patenschaft für Gemüsebeet

Hobbygärtner: Asya, Türküz Yanar (DRK) Simge, Defne, Elias, Jörg Niehoff ( Edeka) und Bejdar (v. l.) bereiten die Erde vor

Die Kinder der DRK-Kita Weltweit gehen unter die Gärtner. Noch bevor die Kleinen lesen und schreiben können, lernen sie spielerisch, dass Gemüse nicht im Supermarkt wächst und was dem Körper gut tut. Im Rahmen der EDEKA-Stiftungs-Initiative „Aus Liebe zum Nachwuchs – Gemüsebeete für Kids“ hat Jörg Niehoff, Geschäftsführer des EDEKA Niehoff an der Große Kurfürstenstraße, ein Gemüsehochbeet finanziert – Erde, Setzlinge, Pflanzensamen inklusive.

Konzentriert: Elias, Defne und Simge überlegen, wo sie die Setzlinge unterbringen

Hintergrund der Aktion: Die Kinder sollen Gemüse als leckeres und gesundes Lebensmittel kennenlernen. „Wir möchten damit nachhaltig die zukünftigen Ernährungsgewohnheiten verbessern“, erläutert Jörg Niehoff. Er wird den DRK-Nachwuchsgärtnern in den nächsten Wochen als Pate des Projektes mit Rat und Tat zur Seite stehen – von der Anpflanzung über die Pflege bis zur gemeinsamen Zubereitung der Ernte. Damit die kleinen Gärtner ihr Beet perfekt pflegen können, stattete er die Kita in Zusammenarbeit mit der EDEKA-Stiftung zudem mit Gartenwerkzeugen, kleinen Gießkannen, Schürzen und unterstützendem Lernmaterial aus. Hilfe gibt es auch aus der Nachbarschaft. Eine Anwohnerin hat bereits eine Vogelscheuche zum Schutz der Beete gebaut und unterstützt die kleinen Gärtner bei der Pflege.

Behutsam gießt Elias die frisch gepflanzten Setzlinge

Jetzt wurde in der Kita gepflanzt, was das Zeug hält: Ob Möhren, Kohlrabi oder Kopfsalat – die Mädchen und Jungen waren mit Begeisterung dabei. „Schon früher haben wir mit unseren Kindern kleine Gemüsebeete angepflanzt und durchweg gute Erfahrungen damit gemacht“, erzählt Kita-Leiterin Petra Schlegel. Deswegen habe man eine Projektgruppe gegründet,  die  das  Gemüsebeet  bis  zur  Ernte  hegen  und pflegen wird. <xml></xml>

Schlegel: „Durch eigenständiges Gärtnern am Hochbeet erfahren die Kinder, wieviel Fürsorge Pflanzen benötigen.“ Dabei lernen die Kleinen nicht nur, woher das Gemüse kommt. Als Nachwuchsgärtner übernehmen sie Verantwortung für die Beete und entwickeln so Wertschätzung für Lebensmittel.

 

Nach getaner Arbeit: Bejdar, Simge, Asya,, Elias, Mishkat, Defne, Fajar (1. R. v. l.), Inge Schmidt ,Janina Zuhl ( DRK), Jörg Niehoff (Edeka) und Türküz Yanar (DRK) (2. R. v. l.) sind stolz auf das neue Hochbeet

Insgesamt nehmen in diesem Jahr rund 1.000 Kindergärten und Kindertagesstätten aus rund 700 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland am Projekt der EDEKA-Stiftung teil. Die langfristig angelegte Initiative wird auch 2014 fortgeführt und weiter ausgebaut. Interessierte Einrichtungen und Eltern können sich ab sofort über die Aktion und eine Teilnahme für 2014 unter www.edeka-stiftung.de informieren.

Christina-Carolin Rempe

Neue DRK Kita Löwenzahn bietet Platz für 50 Kinder - BGW errichtet Zukunftskita auf der großen Heide

Foto: Freuen sich über den Start der Bauarbeiten: BGW-Geschäftsführer Norbert Müller, Kita-Leiterin Valeska Absi und DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus (v. l.)

Am 13. Mai haben die Bauarbeiten für die neue DRK-Kita Löwenzahn Auf der Großen Heide 52 begonnen. Bereits drei Tage später konnte sich Kita-Leiterin Valeska Absi zusammen mit Kreisgeschäftsührer Ralf Großegödinghaus einen ersten Eindruck von den Räumlichkeiten im Erdgeschoss machen. Die BGW (Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft) errichtet auf einem 2.250 Quadratmeter großen Grundstück ihre vierte Zukunftskita. „Wir stellen fest, dass die Serienfertigung des von uns entwickelten Kita-Typs in modularer Holzrahmenbauweise gut funktioniert“, freut sich BGW-Geschäftsführer Norbert Müller. Aufgrund der inzwischen gesammelten Erfahrungen sei man in der Lage, den Baufortschritt weiter zu beschleunigen. Die Kita Löwenzahn wird zum 1. September an ihren Träger, den DRK Kreisverband Bielefeld e. V., übergeben und wird Platz für 50 Kinder bieten.

„Wir haben uns bewusst für diesen Standort beworben, weil wir den Stadtteil aus unserer langjährigen Arbeit gut kennen“, betonte DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus. In der Vergangenheit sei das DRK in diesem Bereich in der Aussiedlerberatung tätig gewesen und habe mit der Hellingskampschule und der Spielstube Intergrationsprojekte umgesetzt. Nach wie vor befinde sich die Rotkreuzgemeinschaft ehrenamtlicher DRK-Helfer in unmittelbarer Nähe an der Herforder Straße.

Foto: Stehen nach dreitägiger Bauzeit schon im zukünftigen U 3-Bereich: Kita-Leiterin Valeska Absi, DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus und Angelika Riedrich, DRK-Leiterin Sozialarbeit (v. l.)

23 der insgesamt 50 Plätze in der Kita Löwenzahn sind für Kinder unter drei Jahren vorgesehen. Die Betreuungszeiten sind flexibel, angeboten werden 25, 35 und 45 Stunden wöchentlich. „Die Öffnungszeiten werden wir dem Bedarf entsprechend ausrichten“, kündigte Kita-Leiterin Valeska Absi an.

In die 570 Quadratmeter große Kindertagesstätte investiert die BGW 1,2 Millionen Euro. Besonders ist, dass eine durch das DRK finanzierte Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung eingesetzt wird. „Damit betreten wir Neuland“, erläutert Großegödinghaus. Durch die Erzeugung sauberer Energie wolle man einen Beitrag dazu leisten, den Kindern auch zukünftig ein positives Lebensumfeld zu erhalten.

Zurzeit können noch 13 der vorhandenen 50 Kindergartenplätze vergeben werden. Eltern, die an einem Platz in der Kita Löwenzahn interessiert sind, können sich beim DRK Kreisverband Bielefeld an der August-Bebel-Straße 8 unter der Rufnummer 0521 – 529980 melden.

Christina-Carolin Rempe

Anerkennung als Konsultationskita

Foto: Haben Grund zum Feiern: DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Große-gödinghaus, Multiplikatorin Gudrun Babendererde, Sprachförderexpertin Sabine Tönsmeise (1. R. v. l.), Kita-Leiterin Petra Schlegel (1. R. re.) und das Team der DRK-Kita Weltweit

Sprache ist überall

In der Kita Weltweit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gehört sprachliche Bildung zum Kita Alltag. Im Frühjahr 2013 erhielt die Einrichtung auf einer Fachveranstaltung in Hannover als erste DRK Kita bundesweit ihre Anerkennung als Konsultationskita „Sprache und Integration“. Als solche gewährt die Einrichtung von nun an Fachkräften, Eltern und sonstigen Interessenten Einblick in ihre sprachpädagogische Arbeit.

Zuvor wurde das Team der DRK Kita Weltweit ein Jahr lang von Multiplikatorin Gudrun Babendererde nach dem Konzept des Deutschen Jugendinstitutes (DJI) „Sprachliche Bildung und Förderung von Kindern unter Drei“ qualifiziert. Zur Umsetzung des Konzeptes gehörten dabei neben Videobegleitung und -dokumentation das Erlernen von Reflexionsmethoden und die Gestaltung sprachlicher Bildung in Kooperation mit den Eltern. Die Ergebnisse flossen dann in ein Sprachförderkonzept für die Kinder unter drei Jahren und in ein Konsultationskonzept ein.

Die Grundidee des Konzeptes „Sprachliche Bildung und Förderung von Kindern unter Drei“ basiert auf einer kontinuierlichen und langfristigen Unterstützung aller Kinder - auch der mehrsprachig aufwachsenden - in ihrem alltäglichen Spracherwerb. Sprachförderung ist dabei keine zusätzliche Maßnahme, sondern wird mit den verschiedenen Bildungsangeboten quer durch den Kita Alltag verknüpft. Dabei konzentriert sich das Konzept auf die Verbindung von sprachlichen Aspekten mit Bewegungserziehung, musikalischer Früherziehung, Medienarbeit sowie mit naturwissenschaftlichen Angeboten.

Im Rahmen von Hospitationen,  Informationsveranstaltungen und Beratungsgesprächen zeigen die Mitarbeiterinnen der DRK Kita Weltweit nun, wie sie hochwertige und verlässliche sprachliche Bildung im Kita Alltag umsetzen. Unterstützt werden die Erzieherinnen der Einrichtung dabei von Sprachexpertin Sabine Tönsmeise. Sie sorgt für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Konzeptes, der Zusammenarbeit mit den Eltern und der Qualifizierung des Teams. Interessenten können sich anmelden unter Telefon 0521. 968 884 10.

 

„Lichtpunkt“ für den Kinderkulturpass DRK Kita Weltweit

Foto Judith Roderfeld | Westfalenblatt Bielefeld

Bildung vor der Haustür überzeugte:

DRK Familienzentrum „Kita Weltweit“ ist jetzt ein Lichtpunkt

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung sowie die RWE-Stiftung zeichneten gestern das Familienprojekt „Kinderkulturpass“ im DRK Familienzentrum „Kita Weltweit“ als Lichtpunkt aus.

Bibliothek, Tierpark oder Museum sind vielerorts kostenlos und liegen direkt vor der Haustür – trotzdem waren viele Familien noch nie dort. Mit dem „Kinderkulturpass“ machen sich Kinder und Eltern auf Bildungsreise durch Bielefeld. Bei Burgführungen oder Ausflügen ins Naturkundemuseum lernen sie, Fragen zu stellen, mit Tönen oder Farben zu experimentieren und  sich selbst auszuprobieren.

„Ich freue mich sehr, dass das Familienzentrum „Kita Weltweit“ mit seinem Engagement für die kulturelle Bildung Kinder und Eltern hier in Bielefeld begeistern kann. Das zeigt: Das Angebot muss zu den Familien kommen, dann wird es auch wahrgenommen. In Nordrhein-Westfalen gibt es in diesem Kindergartenjahr rund 2. 950 Kitas, die als Familienzentrum arbeiten.“, so Staatssekretär Bernd Neuendorf. Starke Kinder brauchen starke Eltern, davon ist Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, überzeugt: „Wer Kinder in ihrem Bildungsweg nachhaltig fördern will, muss immer auch die Eltern als wichtigste Bezugspersonen mitdenken. Dieses Lichtpunkte-Projekt bezieht die ganze Familie ein und fördert das Miteinander von Eltern und Familienzentrum.“

 

Dr. Muschig / RWE Stiftung, Bürgermeister Helling / Stadt Bielefeld, Heike Kahl DJKS eröffnen die Ausstellung „Reise mit dem Kinderkulturpass“ in der DRK Kita Weltweit

30 Eltern und Kinder aus über 20 verschiedenen Nationen erhielten am 4.Oktober 2012  ihren „Kinderkulturpass“ vom Familienzentrum. Im Rahmen einer kleinen Ausstellung zeigten sie den Gästen Fotos, Eintrittskarten oder selbstgemalte Bilder und Skulpturen von den einzelnen Ausflugsorten. „Ich wusste gar nicht, wie viele Tierarten in meiner Nachbarschaft leben“, erzählt eine Mutter vom Ausflug in den Tierpark. Viele Familien haben sich inzwischen Bibliotheksausweise ausstellen lassen oder feierten sogar Kindergeburtstag im Naturkundemuseum. 30 neue Teilnehmer zählt das Projekt nun im zweiten Durchlauf. Dr. Stephan Muschick, Geschäftsführer der RWE-Stiftung, ist beeindruckt von dem Engagement der Eltern und Kinder: „Wir halten dieses Projekt für vorbildlich, weil es Eltern und Kinder anspricht, vorhandene Ressourcen nutzt sowie Spaß und Bildung vereint“

„Kinderkulturpass“ wird 2012 als eines der neun Lichtpunkte-Projekte Nordrhein-Westfalens gefördert. Lichtpunkte ist ein gemeinsames Programm der RWE Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung mit dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

Petra Schlegel, Katrin Mengen und Viola Schmidt