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News | Aktuelles 2014

Kostenlose Rotkreuz-App „MeinDRK“ - Mit der Rotkreuz-App sicher durch das Jahr

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Kinder Kultur Pass erhält 2.400 Euro - DRK Projekt stärkt Bildungskompetenz von Familien im Ostmannturmviertel

Auch 2015 geht es dank der Bielefelder Bürgerstiftung mit dem Kinder Kultur Pass wieder auf Entdeckungsreise durch Kultureinrichtungen. Es freuen sich: Azra (6, erste Reihe v. l.), Sudenaz und Hafice Dogan sowie Sabine Frommelt (Oltrogge Stiftungsfonds, zweite Reihe v. l.), Petra Schlegel (Leiterin DRK Kita Weltweit), Katrin Mengen (Projektleiterin Kinder Kultur Pass), Hermann Martini (Martini-Stiftung) und Michael Brodführer (Oltrogge Stiftungsfonds).Auch 2015 geht es dank der Bielefelder Bürgerstiftung mit dem Kinder Kultur Pass wieder auf Entdeckungsreise durch Kultureinrichtungen. Es freuen sich: Azra (6, erste Reihe v. l.), Sudenaz und Hafice Dogan sowie Sabine Frommelt (Oltrogge Stiftungsfonds, zweite Reihe v. l.), Petra Schlegel (Leiterin DRK Kita Weltweit), Katrin Mengen (Projektleiterin Kinder Kultur Pass), Hermann Martini (Martini-Stiftung) und Michael Brodführer (Oltrogge Stiftungsfonds).

Für das Familienzentrum DRK Kita Weltweit ist schon gut zwei Wochen vor Weihnachten Bescherung. Die Bielefelder Bürgerstiftung unterstützt mit 2.400 Euro das Projekt Kinder Kultur Pass (KiKu). Erfolgreich beworben um die Förderung hatte sich Kita-Leiterin Petra Schlegel. Der Fördermittelantrag musste inhaltlich überzeugen und festgeschriebene Kriterien erfüllen. „KiKu ist nachhaltig und zukunftsweisend, verbindet Eltern und Kinder und ist als Hilfe zur Selbsthilfe angelegt“, erläutert Schlegel.

Ursprünglich wollte die Bielefelder Bürgerstiftung im Jahr 2014 gemeinsam mit der Hermann-und-Ingrid-Martini-Stiftung sowie dem Oltrogge Stiftungsfonds 30.000 Euro zur Verfügung stellen. Am Ende wurden Förderzusagen in Höhe von rund 36.800 Euro vergeben. „Einige Ideen, zu denen auch der Kinder Kultur Pass gehört, waren einfach so gut, dass wir sie zusätzlich fördern mussten“, sagt dazu die Stiftungsvorsitzende Anja Böllhoff.

Das Angebot des Kinder Kultur Passes besteht seit drei Jahren und richtet sich an Familien im Ostmannturmviertel. Gemeinsam besuchen Kinder und Eltern einmal monatlich eines der vielfältigen Angebote der städtischen Institutionen im Bereich Kultur, Umwelt und Bildung. Museen, Theater und Naturparks werden so zu vertrauten und zugänglichen Anziehungspunkten. „Neben der Identifikation mit unserer Stadt stärkt KiKu die Bildungskompetenz von Eltern und Kindern“, sagt Schlegel.

Am Ende der Kindergartenzeit erhalten die Mädchen und Jungen den Kinder Kultur Pass, in dem alle besuchten Veranstaltungen vermerkt sind. Alle Angebote richten sich an Familien mit Kindern im Alter zwischen drei und sieben Jahren. Der Eintritt für Kinder ist frei. 

Das Programm des Kinder Kultur Passes für das erste Halbjahr 2015 beinhaltet Ausflüge in die Musik- und Kunstschule, zu den Dagmar Selje Puppenspielen, ins Naturkundemuseum namu, ins MARTa Herford, auf die Sparrenburg und ins Ziegeleimuseum Lage. Informationen unter Telefon 05 21 – 968 884 10.

Bei den ganz Kleinen ansetzen - DRK Kita Weltweit startet Schwimmprojekt

Entdecken spielerisch das Wasser: Kamal Ghobeshyi und Claudia Rauhut (beide DRK, v. l.) verhelfen (2. Reihe, v. l.) Vincent, Tuana, Ufuk Che, ( 1. Reihe, v. l.), Anastasia, Yara und Asya zu mehr Wassersicherheit

Ertrinken zählt zu den Hauptursachen für Todesfälle bei Kindern in Deutschland. Etwa die Hälfte der Grundschüler kann am Ende der vierten Klasse nicht schwimmen. Fest steht: Kinder, die schon in den ersten Lebensjahren an das Element Wasser herangeführt werden, haben bessere Chancen, im späteren Leben zu sicheren Schwimmern zu werden. Das Familienzentrum DRK Kita Weltweit setzt jetzt bei den ganz Kleinen an: Seit einigen Wochen sammeln 14 Vorschulkinder der Kita  regelmäßig erste Erfahrungen im Wasser. Familien sollen dabei unterstützt werden, die Schwimmfähigkeit ihrer Kinder zu verbessern und Badeunfällen vorzubeugen.

„Wir möchten den Kindern Schwimmerfahrungen ermöglichen, ohne die Eltern mit deren  Organisation zu belasten“, erläutert Projektleiter Jan-Hendrik Stute. Ein häufiger Grund für die fehlende Schwimmfähigkeit von Kindern sei, dass berufstätigen Eltern die Zeit fehle, selbst mit ihren Kindern das Schwimmen zu üben oder sie zu einem Schwimmkurs zu begleiten. Die DRK Kita Weltweit organisiert daher die Fahrten ins Schwimmbad und die Betreuung während der Schwimmzeiten. Eigens ausgebildete Mitarbeiter der Kita führen die Wasserangebote selbst durch. „Es ist nicht immer leicht, geeignete Schwimmtrainer zu finden“, sagt Stute. Durch eigene Mitarbeiter könne man das Projekt Wassergewöhnung langfristig in das Bildungsprogramm der Kita integrieren.

Sieben Kinder gehören zu einer Schwimmgruppe, die von Claudia Rauhut und Kamal Ghobeshyi betreut werden. Das Training basiert auf dem Konzept der Aquapädagogik. Die Kinder werden dabei spielerisch mit alltäglichen Gefahrensituationen konfrontiert. „Wir üben zum Beispiel mit den Kindern, sich von einer Schwimmmatte zu stürzen“, erläutert Trainer Kamal Ghobeshyi. „So lernen sie, nicht mehr in Panik zu geraten, wenn sie von einer Luftmatratze oder aus dem Boot fallen“, sagt er. „Die Kinder sollen möglichst früh sicher im Wasser sein und sich nicht durch jede kleine Welle verunsichern lassen“, ergänzt Claudia Rauhut. Der Schwimmstil ist dabei nicht entscheidend. „Die Kinder sollen sich angstfrei und selbstbewusst im Wasser bewegen“, sagt die Erzieherin. Wichtige Ziele seien neben der Wassergewöhnung die Förderung der motorischen Fähigkeiten und die Steigerung des Selbstbewusstseins der Kinder.

Das Schwimmprojekt dauert gut drei Monate und umfasst 14 Termine. Finanziell unterstützt wird es mit Mitteln aus dem Projekt „Frühkindliche Gesundheitsförderung in Kitas“ der Stadt Bielefeld. „So konnten wir den Teilnahmebeitrag mit 50 Euro pro Kind  extrem niedrig halten“, sagt Stute. Im Anschluss an das Projekt sind die Eltern gefragt: Dann gilt es, das Gelernte zu vertiefen. Ein erster Grundstein ist gelegt.

Spielend Englisch lernen - 5 Jahre Early English im DRK Kindergarten

Ganz nah dabei: Isabel, Leni, Laureen, Carlotta, Emilia und Thomas (v. l.) lernen mit Early-English-Erfinder Paul Lindsay (Mitte) Lieder und erste englische Redewendungen.

 „Hello, my name is Paul. How are you?” Mit seinen ersten Sätzen zaubert der nordirische Lehrer und Musiker Paul Lindsay ein Lächeln auf die Gesichter der Kinder. “I am very well, thank you”, tönt es ihm vielstimmig entgegen. Lindsay, Entwickler des Early-English-Konzeptes, feierte jetzt mit rund 80 Vorschulkindern, Erzieherinnen und Erziehern aus allen acht Bielefelder Kitas des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) fünf Jahre Early English im DRK. Dort lernen alljährlich Kinder im letzten Kindergartenjahr Lieder und erste Redewendungen in englischer Sprache.

 „Eigentlich hat mich ein Vater auf die Idee gebracht“, erzählt Lindsay von den 15 Jahre zurück liegenden Anfängen des Konzeptes. Dieser wünschte sich für seine fünfjährige Tochter Englischunterricht. „Es gab keine Materialien.“ Also habe er alles zuerst an seinen eigenen Kindern ausprobiert.

Happy birthday: Musiker und Lehrer Paul Lindsay (re) singt mit Vorschulkindern aus allen DRK-Kitas zum fünfjährigen Jubiläum des Early-English-Programms.

Die Methode ist verblüffend einfach: „Die Kinder spielen Englisch und haben dabei so viel Spaß, dass sie das Lernen gar nicht bemerken“, sagt Lindsay, greift zu seiner Gitarre und zeigt, wie das in der Praxis aussieht: „English is easy, English is fun“, „One little, two little, three little fingers”, “Beautiful colours” – es wird richtig laut, als die kleinen Sprachtalente die bekannten Lieder mitsingen. „Musik und Rhythmus unterstützen die in diesem Alter besonders ausgeprägte Merkfähigkeit der Kinder“, erläutert Projektleiterin Marita Gelbe-Kruse. Die Aussprache falle den Mädchen und Jungen leicht und die Worte werden ihnen schnell vertraut. „So wird die gesamte spätere Sprachkompetenz gestärkt.

“Kindergartenkinder, die schon englische Grammatik büffeln und Vokabeln pauken, anstatt mit ihren Freunden zu spielen? „Davon ist unser Early English-Konzept weit entfernt“, sagt Gelbe-Kruse. Der English-Kurs sei nicht mit dem Schulunterricht vergleichbar. Die Methode basiert auf dem Erlernen von kurzen, einfachen und eingängigen Liedern, in denen jeweils ein Lernziel enthalten ist. Sie erzählen die Geschichte von Annie und Alex, die auf ihrer Reise durch das „Rainbowland“ viele Abenteuer erleben.

Der Early-English-Kurs findet über einen Zeitraum von etwa acht Monaten einmal wöchentlich in Kleingruppen statt. Die Kursgebühr beträgt 46 Euro. Darin enthalten sind Unterrichtsmaterialen, eine CD und die Teilnahme am Annie und Alex-Mini-Musical zum Ende der Kindergartenzeit. Seit 2009 haben rund 300 Kinder das Early-English-Programm im DRK Kreisverband Bielefeld e. V. absolviert. Bundesweit nehmen etwa 5.000 Kinder an dem Programm teil. Information unter  www.annie-alex.com.

Projekt Kinderkulturpass gesichert: Stadtwerke und Mercedes-Benz spenden insgesamt 8.000 Euro

Freuen sich über das gemeinsame Engagement: (2. R. v. l.) DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus, Friedhelm Rieke (Stadtwerke), Kita-Leiterin Petra Schlegel, Wolfgang Brinkmann (Stadtwerke), Jan-Hendrik Stute (stellvertretender Kita-Leiter) und (2. R. v. l.) Semih, Vincent, Timucin, Tuana und Liya

Sie besuchen gemeinsam mit ihren Familien Museen, Theater, Büchereien, den botanischen Garten oder den Tierpark: Seit 2012 haben bereits 60 Familien aus 20 Nationen den Kinderkulturpass erhalten. Initiiert und begleitet wurde das Projekt im Familienzentrum DRK Kita Weltweit im Ostmannturmviertel. Bis Ende 2013 wurde die Initiative als Lichtpunkt durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und die RWE Stiftung unterstützt. Durch Spenden in Höhe von 5.000 Euro von den Stadtwerken Bielefeld und 3.000 Euro von Mercedes-Benz ist die Fortführung des Projektes in den kommenden zwei Jahren gesichert.

Ziel der Projektinitiative ist es, Kinder und ihre Familien an Bildungs- und Kultureinrichtungen in fußläufiger Nähe heranzuführen. DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus erläutert: „Viele Familien kennen das zum Teil kostenlose Kulturangebot in ihrer Nähe nicht“. Das Projekt funktioniere durch die enge Bindung der Familien an das Familienzentrum Kita Weltweit besonders gut. Die Angebote werden aus dem bekannten Umfeld für kleine Gruppen durchgeführt und helfen so, Schwellenängste zu überwinden – mit nachhaltigem Erfolg: Viele Familien haben sich inzwischen einen Bibliotheksausweis ausstellen lassen und einige Kinder lernen ein Instrument.

Kooperieren beim Projekt Kinderkulturpass: (2. R. v. l.) Michael Nabe (Marketing und Öffentlichkeitsarbeit Mercedes-Benz), Jan-Hendrik Stute (Stellv. Leitung DRK Kita und Familienzentrum Weltweit), Ralf Großegöding-

Im Nachklang zu den Ausflügen wird Erlebtes mit Unterstützung einer Kunstpädagogin im Kindergarten aufbereitet. „Die Kinder lernen dort spielerisch, Fragen zu stellen und sich selbst auszuprobieren“, sagt Projektkoordinatorin Petra Schlegel. So bereite der Kinderkulturpass, den die Mädchen und Jungen am Ende der Kindergartenzeit erhalten,  den Weg für ihren zukünftigen Bildungserfolg.

„In Bielefeld gibt es viel Spannendes zu entdecken“, findet Hans-Peter Lisson, Centerleiter  Bielefeld  und Verkaufsleiter  Pkw der Mercedes-Benz Niederlassung Ostwestfalen-Lippe. Dabei sei Gutes  oftmals gar  nicht so teuer  oder sogar kostenlos. „Beim Kinderkulturpass kommen sowohl Kinder als auch Eltern auf ihre Kosten“, ergänzt Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Brinkmann: „Bildung, Spaß und Integration werden hier vorbildlich zusammengeführt“. Das Programm des Kinderkulturpasses für das erste Halbjahr 2014 beinhaltet Ausflüge ins Puppentheater, in die Kunsthalle, die Stadtbibliothek, das Bauernhausmuseum, das Freilichtmuseum Oerlinghausen und den Tierpark Olderdissen.

Petra Schlegel war im August für ihr ehrenamtliches Engagement im Rahmen des Kinderkulturpasses auf dem Bürgerfest von Bundespräsident Joachim Gauck geehrt worden. Weitere Sponsoren des Kinderkulturpasses sind die Sparkasse Bielefeld, das Kinderhilfswerk, der Unternehmerverband der Metallindustrie Ostwestfalen und die Bielefelder Bürgerstiftung.

Christina-Carolin Rempe