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News | Aktuelles 2016

Volksbank Stiftung spendet 5.000 Euro für den KinderKulturPass

Hassan (vorne, von links), Enis, Flavy, Ferrus, Douria, Johanna Stanislaw (Volksbank, hinten, von links), Katrin Mengen (Projektleiterin), Marie-Luise Assi, Moufida Messikh (Mütter), Petra Schlegel (DRK), Reinhold Frieling (Volksbank) und Ralf Großegödinghaus (DRK Kreisgeschäftsführer) freuen sich über den Fortbestand des Projekts.

Bielefeld. Schon früh den Grundstein für Bildung und Kultur als wichtigen Bestandteil im Familienalltag legen: Mehr als 300 Familien mit Kindern im Kindergartenalter sind bereits mit dem KinderKulturPass (KiKu) auf Bildungsreise durch Museen, die Bibliothek oder den Tierpark gegangen, nehmen an Musik-, Kunst- und Tanzprojekten teil. Das vielfach ausgezeichnete DRK-Projekt schafft ein niedrigschwelliges Angebot für Familien, die sich dadurch - so zeigt die Erfahrung - mit Bielefeld und den Kultureinrichtungen in der Region immer besser identifizieren und die Bildungsmöglichkeiten vor Ort nach und nach immer selbständiger nutzen.

Durch eine Spende in Höhe von 5.000 Euro durch die Volksbank Stiftung der Volksbank Bielefeld-Gütersloh eG ist die Fortführung des Projektes auch im kommenden Jahr gesichert. So können die Organisatoren den teilnehmenden Familien im Jubiläumsjahr 2017 anlässlich des 5-jährigen Bestehens von KiKu ein attraktives Jubiläumsprogramm anbieten.

 „Bildung, Spaß und Integration werden mit KiKu vorbildlich vereint“, sagt DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus. Damit dies gelinge, sei es unbedingt erforderlich, die Eltern in den Prozess mit einzubeziehen.  „Oft kennen die Eltern die vielen kostenlosen Angebote vor der eigenen Haustür gar nicht“, erläutert Projektinitiatorin Petra Schlegel.

„Als Stiftung der regionalen Genossenschaftsbank in Bielefeld unterstützen wir bei diesem tollen Angebot sehr gerne und freuen uns, dass das Projekt im Jubiläumsjahr fortgesetzt werden kann“, begründet Volksbank Stiftungsvorstand Reinhold Frieling die Förderung. Er überreichte mit Johanna Stanislaw, Geschäftsstellenleiterin Wilhelmstraße und Spindelstraße, einen symbolischen Scheck.

Matthi Bolte ist neuer Schirmherr des KinderKulturPass - DRK Projekt besteht seit fünf Jahren

Auf Bildungsreise: Als erste Besucher führte der KinderKulturPass (KiKu) Familien diesmal in die Ausstellung “KinderKörperSchutz – von Kopf bis Fuß”.
Machen sich gemeinsam für Bildung von Kita-Kindern und ihren Familien stark: Schirmherr Matthi Bolte (von links), Projektleiterin Katrin Mengen, Projektinitiatorin Petra Schlegel und Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute.
Hassan (6), Ferus (10) und Dounia (6) erkunden gemeinsam mit KinderKulturPass Schirmherr Matthi Bolte die neue Ausstellung “KinderKörperSchutz – von Kopf bis Fuß” im Historischen Museum.

Von Kopf bis Fuß eingehüllt, mit Helm, Handschuh und Polsterung, kann einem nichts mehr passieren, oder? Mit welchen Dingen und wozu wir unseren Körper schützen, können Familien im Historischen Museum entdecken. Das Kindermuseum OWL lädt  vom 19. November bis 19. Februar 2017 zur Mitmach-Ausstellung “KinderKörperSchutz – von Kopf bis Fuß”  ein. Mit einem großen Familienfest von 11 bis 16 Uhr wird sie 19. November eröffnet. Einen ersten Eindruck konnten sich vorab die Teilnehmer des KinderKulturPass (KiKu) verschaffen.

Das Projekt bekommt jetzt auch prominente Unterstützung. Der Bielefelder Landtagsabgeordnete Matthi Bolte hat die Schirmherrschaft übernommen. Mehr als 300 Familien sind bereits mit KiKu auf Bildungsreise durch heimische Kultureinrichtungen gegangen. Kinder im Kindergartenalter besuchen mit ihren Familien Museen, die Bibliothek oder den Tierpark, nehmen an Musik-, Kunst- und Tanzprojekten teil. Seit fünf Jahren besteht das Projekt unter dem Dach des Deutschen Roten Kreuz (DRK). Um es bekannter zu machen, möchte sich Bolte als Schirmherr dafür einsetzen.

„Vielfalt leben, fürs Leben lernen – das ist die Quintessenz dieses tollen Projekts. Kinder und Eltern schaffen gemeinsam Grundlagen für ihr Leben in einem bunten und vielfältigen Bielefeld“,  zeigte sich der Politiker beeindruckt. „Alle Eltern wünschen sich für ihre Kinder Bildung, Erfolg in der Schule und im Beruf“, sagt Projektinitiatorin Petra Schlegel. Damit dies gelinge, sei es unbedingt erforderlich, die Eltern in den Prozess mit einzubeziehen. „Wir beobachten, dass die Familien die Bildungsmöglichkeiten unserer Region nach und nach immer selbständiger nutzen“.

KiKu schaffe zudem eine Plattform der Begegnung, sagt Projektleiterin Katrin Mengen. „Auf unseren Exkursionen begegnen sich beispielsweise der Rechtsanwalt und die Mutter mit Fluchterfahrung auf Augenhöhe“. Damit trage das Projekt zur Integration durch Identifikation mit der Stadt Bielefeld und ihren Kultureinrichtungen bei. „Kunst bildet Sprache“, weiß Mengen. Für das kommende Jahr plant sie anlässlich des 5-jährigen Bestehens von KiKu ein besonderes Jubiläumsprogramm.

Gefördert wird das Projekt derzeit von der Bielefelder Bürgerstiftung, dem Inner Wheel-Club Bielefeld, der Martini-Stiftung, der Karl-Kübel-Stiftung für Kind und Familie und der Sparkasse Bielefeld. Allerdings ist die weitere Finanzierung fraglich. Daher sei KiKu  laufend auf der Suche nach neuen Sponsoren, so die Projektleiterin. Wer Interesse daran hat, das Projekt zu unterstützen, kann sich unter Telefon 05 21 5299831 oder schlegel[at]drk-bielefeld[dot]de melden.

DRK trauert um Paul Lindsay

Immer mittendrin: Bei seinen Kinderkonzerten begeisterte Paul Lindsay temperamentvoll und mit immer neuen Liedern kleine und große Early-English-Fans.

Der Kreisverband Bielefeld des Deutschen Roten Kreuz (DRK) trauert um Paul Lindsay. Der aus Belfast stammende Liedermacher, Komponist, Sänger, Musik- und Englischlehrer ist im Alter von 63 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. „Wir trauern um einen großartigen und charismatischen Menschen, der es wie kein zweiter verstanden hat, Klein und Groß für die englische Sprache zu begeistern. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie“, sagt DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus.

Lindsay entwickelte das Early English Programm, an dem seit 2009  rund 450 Kinder aus allen Bielefelder DRK Kitas teilnehmen. Bundesweit sind es mehr als 5.000 Kinder im letzten Kindergartenjahr, die spielerisch und mit viel Spaß Lieder und erste Redewendungen in englischer Sprache lernen. „English is easy, English is fun“ – der Musiker lebte diesen Leitsatz, dem er auch eines seiner ersten Lieder widmete. Jährlich traf er sich mit den Verantwortlichen in den Kitas – stets dabei seine Gitarre. Bei diesen sogenannten „Brush ups“ griff der Ire neue Ideen, Spiele und Lieder der Erzieherinnen und Erzieher auf und entwickelte diese gemeinsam weiter. „Manchmal haben wir sogar neue Lieder getextet und komponiert“, erzählt Projektleiterin Marita Gelbe-Kruse. „Die Begegnungen mit Paul waren immer inspirierend, einfach großartig“.

Seit 2013 besuchen die angehenden Schulkinder aller DRK Kitas als Höhepunkt und Abschluss des Early English Kurses das Annie und Alex-Musical.  Erzählt wird dabei die spannende Geschichte von Annie und Alex, die bei ihrer Reise durch das Rainbow Land viele Abenteuer erleben und stets die für die Kinder längst vertrauten Lieder im Gepäck haben. In den Jahren 2014 und 2015 gab Lindsay erstmals Kinderkonzerte vor allen kleinen Teilnehmern des Early English Programms. Zuletzt stellte er dort seine neueren, rockigen Lieder vor „weil die Eltern immer dabei sind, wenn die Kinder zu Hause Early English Songs hören“, erzählte Lindsay. In sein letztes Album ließ der sympathische Musiker auch musikalische Elemente der Beatles, von Led Zeppelin oder Elvis Presley einfließen.

Lindsay hinterlässt als Mensch eine große Lücke. Gelbe-Kruses letzter Wunsch gilt aber besonders dem leidenschaftlichen Musiker: „Vielleicht sitzt Paul ja jetzt gerade zwischen David Bowie und Leonard Cohen und genießt einfach die gute Musik“.

Jan-Hendrik Stute ist neuer Leiter der DRK Kita Weltweit

Petra Schlegel (von links) übergibt die Kita-Schlüssel an den neuen Leiter Jan Hendrik Stute und seine Stellvertreterinnen Simone Tuschinske und Marianna Goletsos.

Jan-Hendrik Stute ist neuer Leiter der Kita Weltweit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Damit tritt er die Nachfolge von Petra Schlegel an, die nach 20 Jahren als Leiterin des Familienzentrums ihre neue Aufgabe als Fachberatung für die DRK Kindertagesstätten in Bielefeld übernimmt. Der 29-jährige arbeitet bereits seit drei Jahren als stellvertretender Kita-Leiter in der DRK Einrichtung.

Nach dem Fachabitur absolvierte der gebürtige Bielefelder eine Ausbildung zum Erzieher. Schon früh schnupperte er während seines Berufsanerkennungsjahres im Rahmen der Ausbildung in der Kita Mehlhausen DRK-Luft. Berufsbegleitend studierte er Sozialpädagogik und Management an der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld, bevor er im August 2013 die stellvertretende Leitung des DRK Kita Weltweit mit dem Schwerpunkt Verwaltung und Organisation übernahm.

Als Leiter will Jan-Hendrik Stute an die Arbeit seiner Vorgängerin anknüpfen, aber auch eigene Akzente setzen. Die Zusammenarbeit mit (Groß-)Vätern möchte er weiter vertiefen, das von ihm initiierte Schwimmprojekt auf ein solides finanzielles Fundament stellen. Der Musiker, der in seiner Freizeit im Posaunenchor Milse Trompete spielt, integrierte zudem das Trommeln in den Kita-Alltag: „Sprachentwicklung findet in der Musik ein gutes Fundament“, sagt Stute. Darüber hinaus will er kontinuierlich Angebote für Familien entwickeln, die zum Lebensumfeld des internationalen Familienzentrums, das rund 100 Kinder aus 30 verschiedenen Nationen besuchen, gehören.

Kollegen schätzen an Stute, dass er Menschen immer wieder für seine Ziele begeistern kann. Dabei zeichnen ihn seine Zielstrebigkeit, sein Humor, sein gutes Netzwerk und sein hohes gesellschaftspolitisches Engagement aus. Eigenschaften, die dem DRK Betriebsratsvorsitzenden im oft turbulenten Kita-Alltag helfen, sein rund 30-köpfiges internationales Team, in dem rund 20 Sprachen gesprochen werden, zu führen.

Neue stellvertretende Leitungen sind Simone Tuschinske (38), die den Schwerpunkt Sprache und Inklusion abdeckt, und Marianna Goletsos (28), die die Zusammenarbeit mit den Grundschulen und die alltagsintegrierte Sprachförderung koordinieren wird. Der neue Kita-Leiter freut sich bereits auf die Zusammenarbeit mit den langjährigen Mitarbeiterinnen der Einrichtung: „Ich habe da zwei starke Frauen an meiner Seite“, sagt Stute. „Für die Eltern bedeutet dies zudem Kontinuität und vertraute Ansprechpartner“.

Neue Aufgabe für Petra Schlegel - Kita-Leiterin folgt Angelika Riedrich als Fachberatung für DRK Kitas nach

Staffelstabübergabe: Petra Schlegel (Mitte) übernimmt die Aufgabe als Fachberatung der DRK Kitas von Angelika Riedrich. DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus gratuliert.
Zum Abschied gibt es Blumen: Fatma Kesifci (von links) und der zukünftige Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute danken Petra Schlegel im Namen des Teams.

Mit einem großen Musik- und Kulturfest wurde Petra Schlegel als Leiterin des Familienzentrums Kita Weltweit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) verabschiedet. Sie wird ab August 2016 die Nachfolge von Angelika Riedrich als Fachberatung für die Kindertagesstätten antreten.

Das Fest mit mehreren hundert Gästen bei strahlendem Sonnenschein kam einem Stadtteilfest im Ostmannturmviertel gleich. Musikbeiträge aus aller Herren Länder zeigten die Verbundenheit von Kindern, Eltern und Kollegen mit der Kita-Leiterin und zeigten die kulturelle Vielfalt in der Einrichtung. Auch Nachbarn, Ehemalige und Weggefährten waren gekommen, um Schlegel zu danken und noch einmal gemeinsam zu feiern.

Schlegel leitete die Kita von Beginn an vor fast genau 20 Jahren. Seitdem hat sie dem Namen „Weltweit“ ein Gesicht verliehen. In der Einrichtung werden 110 Kinder aus über 20 Nationen betreut. Das Kita-Team ist ebenso multikulturell und spricht 18 Sprachen. Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus hob besonders ihre Verdienste um die Projekte „KinderKulturPass“ und „Stadtteilmütter“ hervor. Beide Initiativen hatte Schlegel gegründet und war für ihr ehrenamtliches Engagement unter anderem von Bundespräsident Joachim Gauck ausgezeichnet worden.

 

 

Ein Koffer voller Kinderlieder

Souverän und mit vollem Körpereinsatz: Dounia (von links), Emir, Oliver und Jasper-Till singen wie die Profis.
Tschu, tschu, tschu, die Eisenbahn: Singend fahren Tibet (von links), Aylin, Malina und Pascalina durch die Reihen der Senioren.
Der Kita Chor stellt sich vor: Aylin (unten, von links), Aylin, Mei Ja, Tibet, Kübra, Emir, Malina, Dounia (Mitte, von links), Klara, Pascalina, Jasper-Till, Oliver, Mia Melody, Eberhard Leschhorn (Singpate, oben, von links), Monika Keller, Fatma Kesifci, Zehra Akyüz (alle DRK) und Anneliese Schmücker (Singpatin).

Wie gut die Kinder des Kita-Chores des Familienzentrums DRK Kita Weltweit singen können, davon konnten sich die Bewohner des Carré am Niederwall überzeugen. Bereits zum zweiten Mal besuchten die kleinen Sänger die Seniorenresidenz. Im Gepäck hatten sie einen Koffer voll fröhlicher Kinderlieder, die sie für und mit den Senioren begeistert sangen.

Schon im Probenraum legten die Kinder los. Anneliese Schmücker und Eberhard Leschhorn, Singpaten der Bielefelder Bürgerstiftung, bändigten die aufgeregte Rasselbande mit einem kleinen Probedurchlauf, der den Gästen im benachbarten Aufenthaltsraum schon einen Vorgeschmack auf das bunte Programm gab. Im Liederkoffer waren nicht nur Kinderschlager wie „Tschu, tschu, tschu, die Eisenbahn“ und „Die Spaghetti-Betty“, sondern auch traditionelles und volkstümliches Liedgut wie „Hänschen klein“ und „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“.

Auch wenn der Kita-Chor durch eine Windpocken-„Epidemie“ im Familienzentrum um ein Drittel seiner Mitglieder dezimiert war, sangen die verbliebenen 13 Mädchen und Jungen lautstark für die anderen mit. „Wie der philharmonische Chor“, hatte Leschhorn augenzwinkernd angekündigt, seine Gitarre geschnappt und in die Saiten gegriffen. Temperamentvoll und mit sichtlichem Spaß sangen Kleine und Große, Junge und Alte, Singpaten und Erzieherinnen aus voller Kehle. Kurzerhand wurde sogar eine Liedstrophe umgedichtet, „weil die Betty ihre Spaghetti mit Schweinebraten gemacht hat“, erzählt Leschhorn den schmunzelnden Zuhörern. Ein No-go für die muslimischen Kinder der Einrichtung und fortan machte Betty die Spaghetti „mit Tomaten und ´nem Braten“.

Schon seit 2008 kommen die Singpaten gefördert durch die Bielefelder Bürgerstiftung einmal pro Woche in die Kita, um mit den Kindern zu proben.

Begleitet werden sie dabei von Monika Keller und Fatma Kesifci, Erzieherinnen und Fachfrauen für Musik im Familienzentrum. Für sie ist das Singen eine Bereicherung im Kitaalltag. „Singen macht nicht nur Spaß, sondern auch schlau“, sagt Keller. Ganz nebenbei werden die Kinder in Sprache und Bewegung gefördert, stärken Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit und entwickeln ein höheres Selbstbewusstsein.

Landluft geschnuppert - Inner Wheel Club spendet 3.000 Euro für KinderKulturPass

Freuen sich über die Spende in Höhe von 3.000 Euro: Kumary Rattakrishnan (hinten von links), Petra Schlegel (Kita-Leiterin), Tanja Hesse, Heidemarie Röhr und Marianne Sanders (beide Inner Wheel Club Bielefeld), Asiye Saliaha-Ayaz, Jan-Hendrik Stute (stellv. Kita-Leiter), Morten (3, vorne von links) und Arulalan (6).

Sie besuchen Museen, Theater, Büchereien, die Musikschule oder den Tierpark: Mehr als 300 Familien sind mit dem KinderKulturPass (KiKu) des Deutschen Roten Kreuz (DRK) bereits auf Entdeckungsreise gegangen. Erstmalig schnupperten 40 Kinder und Erwachsene im Rahmen einer Familien-Freizeit Landluft in der Bauernhof-Pension Waldmühle in Dörentrup.

Möglich gemacht hat dies eine 3.000 Euro Spende des Inner Wheel Club Bielefeld. „Kühe sind nicht lila und Eier kommen nicht aus dem Supermarkt“, sagt Kita- und Projektleiterin Petra Schlegel. „Gerade für Stadtkinder erschließen sich auf dem Bauernhof ganz neue Welten“. Tiere füttern, Pony reiten, Traktor fahren – die Landwirte bezogen die Gastfamilien in den Alltag auf dem Lande mit ein. Gemeinsam mit ihren Eltern unternahmen die Kinder Ausflüge und Wanderungen, erlebten Natur und Umwelt mit allen Sinnen.

„Oft kennen die Familien die vielen Kulturangebote vor der eigenen Haustür gar nicht“, sagt Schlegel. Dies zu ändern hat sich KiKu zur Aufgabe gemacht. Seit fast fünf Jahren führt das Projekt Kita-Kinder und ihre Eltern – oftmals mit Migrationsgeschichte – an heimische Kultureinrichtungen heran und stärkt das Thema Bildung in den Familien. Für jeden Besuch, der zudem pädagogisch nachbereitet wird, gibt es einen Stempel im KinderKulturPass.

Schlegel betont das verbindende Element von KiKu: „Über gemeinsames Kulturerleben begegnen sich bei uns der Rechtsanwalt und die Mutter mit Fluchthintergrund“. Damit baue das Projekt Brücken zwischen Menschen, die sich im Alltag eher nicht begegneten. Ein Aspekt, der auch den Inner Wheel Club Bielefeld zur Unterstützung der Familien-Freizeit bewogen hat.

Geht es nach Heidemarie Röhr, wird dies nicht das letzte gemeinsame Projekt gewesen sein: „Wir hoffen auf eine langfristige Zusammenarbeit“.

KiKu startete 2012 als Lichtpunkteprogramm und mit Fördermitteln der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Im Jahr 2015/ 2016 wurde es als startsocial Stipendiat ausgezeichnet. Finanziert wird es derzeit noch von der Bielefelder Bürgerstiftung, der Karl Kübel Stiftung und der Sparkasse Bielefeld. Dennoch ist das Projekt laufend auf der Suche nach neuen Sponsoren, um auch im kommenden Jahr weitergeführt zu werden. Information unter Telefon 0521- 96 88 84 10.

Flohmarkt für den guten Zweck - Erlös für Kinder Kultur Pass und Patenschaft

Kleine Pause: Bei netten Gesprächen genossen die Besucher einen leckeren Imbiss.
Richtig was los: Bei so viel Andrang kam so mancher Verkäufer ordentlich ins Schwitzen.
Erlös für den guten Zweck: (von links) Helena Hoss (Stadtteilmutter) und Marie Hanf (DRK Kita Weltweit) verkauften Schnäppchen zugunsten des Kinder Kultur Pass und eines nepalesischen Kindes.

Der Flohmarkt in der DRK Kita Weltweit ließ keine Wünsche offen: Damen- und Kinderbekleidung reihte sich an Kinderspielwaren, Bücher, modische Accessoires und allerhand spannende Sonderangebote. Insgesamt 21 Verkäufer boten ihre Waren zu günstigen Preisen an und so mancher Besucher konnte ein echtes Schnäppchen mit nach Hause nehmen. Erstmalig hatten die Stadtteilmütter die Organisation übernommen. Sie bestückten auch einen eigenen Stand mit von Eltern und der Kita gespendeten Second-Hand-Artikeln.

Bei Grillwürstchen, Kaffee, Tee und frisch gebackenen Waffeln konnten kleine und große Flohmarktbegeisterte etwas verschnaufen, um sich danach ein zweites Mal ins Getümmel zu stürzen. Jennifer Kubatzki formulierte hochzufrieden das Fazit der Veranstalter: „Die Resonanz bei Verkäufern und Besuchern war durchweg positiv, es hätte nicht besser laufen können“. Grund genug für Kubatzki und ihre Stadtteilmütter, schon jetzt den nächsten Flohmarkt zu planen. Er wird am Samstag, den 28.05.2016 von 14 bis 17Uhr stattfinden. Interessenten können sich ab sofort unter Telefon 0521 – 938 379 22 informieren und anmelden.

Am Ende konnten sich nicht nur die Käuferinnen über ihre neu erworbenen Schätze freuen. Auch die Kita konnte von dem Flohmarkt profitieren. Die Stadtteilmütter spendeten den Erlös in Höhe von 200 Euro an die Kita. Er fließt zu gleichen Teilen an den Kinder Kultur Pass und in die Patenschaft zugunsten eines nepalesischen Kindes, die die Einrichtung im Jahr 2015 übernommen hatte.