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News | Aktuelles 2017

KinderKulturPass: Matthi Bolte liest in der Stadtbibliothek Adventsgeschichten von der Weihnachtsmütze und Doktor Brumm

Sichtlichen Spaß hat Matthi Bolte (Mitte) beim Vorlesen in der Stadtbibliothek. Miray Zümra (vorne, v. l.) Morten, Milan (hinten, v. l.), Jibriel, Fatima und Sohaib gefällt´s.

Wie gut, dass der Wind Herrn Melcher die Mütze vom Kopf geblasen hat! Sonst hätte er nicht den jungen Mann, die alte Frau, den kleinen Hund oder den Jungen kennengelernt, mit denen er jetzt zusammen Weihnachten feiert. Auf den Spuren der Weihnachtsmütze oder des liebenswürdigen Bären Doktor Brumm waren Kinder mit dem KinderKulturPass (KiKu) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) unterwegs. KiKu Schirmherr Matthi Bolte las in der Stadtbibliothek aus "Die Weihnachtsmütze" von der Bielefelder Autorin Sabine Lipan und "Dr. Brumm steckt fest" von Daniel Napp.

Dass Matthi Bolte, selbst Vater eines zweijährigen Sohnes, offensichtlich viel Übung im Vorlesen von Kindergeschichten hat, zeigte die begeisterte Reaktion der kleinen Zuhörer. Die sind schon richtige Vorlese-Profis: Die Kinder der DRK Kita Weltweit sind häufig in der Stadtbibliothek zu Gast und werden dabei regelmäßig von Lesepaten begleitet. „Von Beginn an gehören Vorleseaktionen zum festen Programm von KiKu“, sagt Projektleiterin Katrin Mengen.  „Kinder fühlen sich beim Vorlesen geborgen. Das schafft eine gute Lernatmosphäre und unterstützt den Spracherwerb“.

Harald Pilzer und Klaus Georg Loest, Direktor und stellvertretender Direktor der Stadtbibliothek Bielefeld erinnerten bei ihrer Begrüßung an die Partnerschaft zwischen der Stadtbibliothek und der DRK Kita im Rahmen des bundesweiten Netzwerks für frühe Bildung "Qualität vor Ort". Werbung in eigener Sache machte Heike Habighorst, stellvertretende Leiterin der Kinderbibliothek: „Besonders beliebt ist die "Geschichtenzeit", eine Vorleseaktion von ehrenamtlichen Lesepaten“. Diese findet  immer samstags von 11.30 bis 12.00 Uhr für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren statt. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

 

Wege für den „Kita-Einstieg“

Öffnen Türen für den Kita-Einstieg: Die beteiligten Akteure der Stadt Bielefeld, des DRK, der Arbeiterwohlfahrt und der Gesellschaft für Sozialarbeit. Ansprechpartnerin für die DRK Kita Weltweit ist Jennifer Kubatzki (links). (Foto: Nitschke)

Gute Kindertagesbetreuung ermöglicht gleiche Startbedingungen für alle Kinder. Damit alle Familien gleichermaßen von früher Bildung profitieren, nimmt das Jugendamt der Stadt Bielefeld gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz,  der Arbeiterwohlfahrt Bezirk OWL und der Gesellschaft für Sozialarbeit am Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend teil. Damit werden seit September in der Region Angebote gefördert, die den Einstieg in die Kindertagesbetreuung erleichtern. Familien sollen so erste Einblicke in das System der Kindertagesbetreuung erhalten, Kontakte zu Kitas knüpfen und sich über Möglichkeiten der frühen Bildung informieren können.

In der Kita Weltweit des Deutschen Roten Kreuzes koordiniert Jennifer Kubatzki die Angebote. Sie ist seit mehr als drei Jahren als Stadtteilmutter im Ostmannturmviertel im Einsatz: „Im Elterncafé, das sehr gut besucht wird, konnte ich bereits viele Kontakte knüpfen und erste Beratungsgespräche führen“, sagt Kubatzki. Im Dezember will sie mit Info-Nachmittagen zu Gesundheitsfragen starten, danach plant sie eine Veranstaltung mit der Verbraucherzentrale. Zudem soll eine Spielgruppe angeboten werden.

Mit dem Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend niedrigschwellige Angebote, die den Zugang zur Kindertagesbetreuung vorbereiten, begleiten und Hürden abbauen. Die Angebote richten sich gezielt an Familien, die bisher nur unzureichend von Kindertagesbetreuung erreicht werden. Von 2017 bis 2020 erhalten die geförderten Standorte dafür jeweils bis zu 150.000 Euro pro Jahr

 

Von Liebe, Neid und dem Erwachsenwerden - KinderKulturPass besucht das Weihnachtsmärchen

Mit KiKu besuchten Kinder und ihre Familien im Stadttheater das Weihnachtsmärchen „Schneeweißchen und Rosenrot“. (Foto: Nitschke Fotografen)

Das Weihnachtsmärchen im Theater Bielefeld ist in den letzten Jahren zur festen Größe im Programm des KinderKulturPass (KiKu) geworden. In diesem Jahr stand der Klassiker „Schneeweißchen und Rosenrot“ der Gebrüder Grimm auf dem Spielplan. Begleitet von Jutta Schattmann und Meike Haagensen von der Bielefelder Bürgerstiftung erlebten 40 große und kleine Teilnehmer einen märchenhaften Nachmittag. Der Theaterbesuch wurde mit einem Zuschuss durch die Bielefelder Rotkreuzstiftung unterstützt.

Alles beginnt mit dem missmutigen Zwerg Grobwurz, der einsam im Wald haust und seine Schätze bewacht. Wohin er auch blickt, überall gibt es Paare, nur er ist allein, klagt er dem jungen Publikum sein Leid. Als die fröhlichen Brüder Heinrich und Konrad des Wegs kommen, hat er es endgültig satt. Kurzerhand verzaubert er - von Neid und Missgunst getrieben - den einen Bruder in einen Jäger, den anderen in einen Bären.

Am Rande des Waldes wohnen die Schwestern Schneeweißchen und Rosenrot gemeinsam mit ihrer Mutter. Beide verbindet ihre unbändige Neugier und die Lust, etwas Aufregendes zu erleben. Am Ende will ein Zwerg befreit werden, ein Bär beschützt, ein Jäger erlöst. Schneeweißchen verliebt sich in den Bären, Rosenrot hat ein Auge auf den Jäger geworfen, und in alle Gruben, die der Zwerg den Glücklichen gräbt, fällt er schließlich selbst hinein. Wie gut, dass sich die alleinerziehende Mutter am Ende den Garstigen angelt, der eigentlich ein gut aussehendes Mannsbild ist.

„Auch in diesem Jahr waren Kinder und Eltern wieder begeistert“, freut sich Projektleiterin Katrin Mengen. Deswegen wurde die von Manuel Schöbel behutsam modernisierte Inszenierung des Grimm'schen Märchens auch von lang anhaltendem Beifall belohnt.  „Das Heranwachsen mit seinen kleinen und großen Herausforderungen erfordert Mut, Verstand und Herz“, sagt Mengen. Damit schlage das Theaterstück die Brücke in die Lebenswirklichkeit der Kinder.

Seit 2012 sind Kinder und ihre Familien mit dem KinderKulturPass des Deutschen Roten Kreuz (DRK) unterwegs. Gemeinsam mit ihren Eltern gehen sie auf eine Entdeckungsreise in Bielefeld und Umgebung. Sie lernen Angebote aus den Bereichen Kultur, Umwelt und Bildung kennen. Museen, Theater und Naturparks werden zu vertrauten und selbstverständlichen Ausflugszielen.

„Bücher helfen beim Träumen“

Sozialdezernent Ingo Nürnberger hat Kindern der DRK Kita Weltweit beim Bundesweiten Vorlesetag vorgelesen. (Foto: Nitschke Fotografen)

Freude am Lesen wecken und ein Zeichen für das Vorlesen setzen – das will der Bundesweite Vorlesetag von Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung. Er findet seit 2004 traditionell am dritten Freitag im November statt und gilt heute als das größte Vorlesefest Deutschlands. 2017 beteiligen sich über 160.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Aktion – mehr als je zuvor.

Einer von zahlreichen Vorleserinnen und Vorlesern war Ingo Nürnberger -Sozialdezernent der Stadt Bielefeld. Er besuchte das Familienzentrum Kita Weltweit des Deutschen Roten Kreuz (DRK). Nürnberger las aus dem Buch „Steinsuppe“ von Anaïs Vaugelade. Das Buch erzählt die Geschichte von dem alten Wolf, der beim Huhn eine Steinsuppe kochen möchte. Nach und nach kommen alle Tiere vorbei, weil sie sich Sorgen um das Huhn machen. Schließlich siegt die Neugierde, jedes Tier bringt etwas Gemüse für die Suppe mit und es wird ein schöner Abend, an dem alle gemeinsam kochen, essen und erzählen.

„Mir wurde von meinen Eltern viel vorgelesen und ich habe dann später auch selbst viel gelesen, schon als Kind. Es gibt so viele interessante und lustige Geschichten“, erzählt Nürnberger. In Büchern passiere vieles, was die Phantasie der Kinder anrege und was sie selbst mal erleben möchten. Seine Motivation: „Bücher helfen beim Träumen, daher ist mir das Vorlesen so wichtig“. Für Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute gehört Vorlesen zum Kita-Alltag: „Vorlesen verhilft den Kindern nicht nur zu einer höheren Sprachkompetenz. Es schult zudem Konzentration, Merkfähigkeit, Ausdauer und Geduld“. (Vor-) Lesekindern falle das Lernen später leichter. „Lesen ist der Schlüssel für Bildung, Wissen und Kommunikation“.

Kita-Jubiläum: „Wir sind Kinder einer Welt“

Kleine und Große feierten mit Musik, Tanz und Spielen die große Geburtstagsparty zum 20-jährigen Weltweit-Jubiläum.

Mit einem kunterbunten, fröhlichen Familienfest hat das Familienzentrum DRK Kita Weltweit sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Die Kita hat sich in den zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Standort integrativer Bildungsarbeit für den Stadtteil entwickelt. Es werden dort 110 Kinder aus über 20 Nationen betreut. Ralf Großegödinghaus bezeichnete das Familienzentrum als „kleine Keimzelle inmitten eines  pulsierenden Quartiers“. „Das umgebende Ostmannturmviertel mit seiner Vielfalt hat schon immer das besondere Flair dieser Kita ausgemacht“, sagte der DRK Kreisgeschäftsführer. Petra Schlegel, Fachberatung der DRK Kitas und selbst fast 20 Jahre Leiterin der Einrichtung, stellte fest: „Hier werden Kinder mit kulturellen Schätzen ausgestattet, damit sie wahre Weltbürger werden“.

Kita-Kinder und ihre Familien, Nachbarn und Ehemalige waren gekommen, um gemeinsam zu feiern. Auch die Bielefelder Bundestagsabgeordnete Wiebke Esdar zählte zu den Gästen. Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute und sein Team hatten nicht nur für strahlendes Herbstwetter und damit für die ideale Feierkulisse gesorgt. Und was macht man, wenn man 20 Jahre alt wird? „Bei uns war schnell klar: Wir sind eine Kita und wir wollen Kindergeburtstag feiern, mit Kinderschminken, Dosenwerfen, Basteln und allem, was dazu gehört“, erzählte Stute.

Den Auftakt machte eine Tanzdarbietung mit niedlichen Mini-Bollywood-Tänzerinnen im Alter zwischen zweieinhalb und vier Jahren. Es gab alles, was das Kinderherz begehrte: Bunte Papier-Drachen konnten mit Glitzer und Federn verziert und beim Dosenwerden die Zielgenauigkeit unter Beweis gestellt werden. Während sich die kleinen Wildfänge beim Sackhüpfen austobten, wurden andere beim Kinderschminken in Tiger, Katzen, Spider-Man, Ninja-Turtles oder Batman verwandelt. Währenddessen konnten sich die Erwachsenen und alle, die sich müde gespielt hatten, entspannen und einfach nur die warme Sonne genießen oder mit Waffeln, Fruchtcocktails, frischen Bratwürstchen vom Grill oder am internationalen Buffet stärken.

Uwe Schäfer, Musiker und Vater dreier „Weltweit-Kinder“ unterhielt die Geburtstags-Gesellschaft mit bekannten Reggae-Songs. Als Hauptpreise der Verlosung winkten zwei signierte Arminia-Trikots und drei Kino-Gutscheine.

Zum Abschluss und Höhepunkt des Festes sangen die Weltweit-Kinder das Lied „Wir sind Kinder einer Welt“ und ließen dabei 50 Luftballons in den wolkenlosen Bielefelder Himmel steigen. Sie symbolisierten mit Länderflaggen versehen die 50 Nationen, aus denen derzeitige und ehemalige Kita-Kinder und Mitarbeiter stammen. Mit dem Erlös des Jubiläums möchte das Weltweit-Team ein soziales Projekt gegen Kinderarmut unterstützen.

Weitere Fotos folgen in Kürze!

Ein Sprung nach vorn - Inner Wheel fördert DRK Schwimmprojekt mit 3000 Euro

Wollen Wassersicherheit von Kindern fördern: Jan-Hendrik Stute (Kita-Leiter, von links), Katrin Mengen (Projekt-Leiterin), Heidemarie Röhr (Inner Wheel), Sina Salomon (Schwimmbegleiterin). Foto: Nitschke Fotografen

Viele Kinder leiden heute bereits im Vorschulalter unter Bewegungsmangel. Kitas und Schulen stellen zudem immer häufiger fest, dass Kinder und Jugendliche nicht schwimmen können. Kein Wunder also, dass Ertrinken immer noch eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern ist. 

Um die Wassersicherheit bereits im Kindergartenalter zu verbessern, hat die DRK Kita Weltweit vor drei Jahren das Projekt „Wasserspaß“ ins Leben gerufen. Mit einer Spende des Inner Wheel Club Bielefeld in Höhe von 3.000 Euro ist der Fortbestand des Projektes auch im vierten Jahr gesichert. Möglich geworden ist dies durch den erfolgreichen Benefizverkauf der vergangenen Jahre, den die Frauenorganisation regelmäßig durchführt. „Wir waren überrascht zu erfahren, wie viele Kinder heutzutage nicht schwimmen können“, sagt Heidemarie Röhr von Inner Wheel. Sicherheit im Wasser könne nicht nur lebensrettend sein, sondern trage auch zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern bei. Beides wolle der Club fördern.

„Wir wollen allen Kindern die Chance geben, bereits früh erste Erfahrungen mit Wasser zu machen“, sagt Jan-Hendrik Stute, Leiter des Familienzentrums. „Sportangebote in Schulen und Kitas und damit im vertrauten Umfeld werden von Familien besonders gut angenommen“. Die Einrichtung zähle zu den wenigen in der Region, die sich dafür einsetzen, diesen Bildungsbereich besonders intensiv zu fördern, so Stute.

Neben pädagogischer Arbeit in der Kita im Wassergewöhnungs- und Experimentierraum für die Kleinsten umfasst das Projekt regelmäßiges Schwimmen mit den Vorschulkindern. In Kleingruppen lernen die Kinder sich selbständig und sicher im Wasser zu bewegen und ihre Wahrnehmung für sich und andere zu schärfen.

„Sie verlieren die Scheu vor dem Wasser und erfahren, dass Schwimmen, Spielen, Baden und Tauchen Spaß macht“, erklärt Stute, der damit zu einer kontinuierlichen Steigerung der Schwimmquote beitragen will.

Schwimmunterricht findet zwei Mal wöchentlich im Schwimmbad der Markschule in Brackwede unter der Leitung eigens geschulter Mitarbeiter statt. „Zuvor vermitteln wir Bade-, Sicherheits- und Hygieneregeln“, sagt Schwimmbegleiterin Sina Salomon. Rund 45 Kinder haben bereits mitgemacht, bis zum Ende der Badesaison 2017 sollen weitere 15 Kinder an dem Projekt teilnehmen.

Anders als bei Erwachsenen: Erste Hilfe bei Säuglingen und Kleinkindern


Ein Säugling fällt vom Wickeltisch, das Baby hat Atemnot oder hohes Fieber, blutende Wunden oder allergische Reaktionen beim Kleinkind: Notsituationen treten ein und Unfälle passieren. Wichtig ist, dass betreuende Erwachsene – Eltern, Großeltern oder Babysitter – eine Vorstellung davon haben, wie sie die ihnen anvertrauten Kinder im Notfall adäquat versorgen können.

Auch wenn bei der Versorgung von Säuglingen und Erwachsenen vieles gleich ist, gibt es doch entscheidende Unterschiede. Manche Menschen schrecken daher – oft aus Unsicherheit oder Angst, etwas falsch zu machen – vor der Ersten Hilfe zurück. Damit sie im entscheidenden Moment Ruhe bewahren können und sicher reagieren können, hilft eine grundlegende Ausbildung in Erster Hilfe.

Das DRK Bildungswerk bietet für frischgebackene Eltern und Großeltern regelmäßig Kurse rund um das Thema Erste Hilfe für Säuglinge und Kleinkinder an. Zu allen Themen sind ausführliche praktische Übungen vorgesehen, z.B. das richtige Lagern, das Anlegen eines Verbandes und Wiederbelebungsmaßnahmen.

Interessenten können sich im Internet unter www.drk-bildung.de über das aktuelle Kursangebot informieren. Der nächste Kurs in erster Hilfe für Säuglinge und Kleinkinder findet am Samstag, 30.9.2017 und 7.10.2017, jeweils von 14:00 bis 19:00 im DRK Bildungswerk, Otto-Brenner-Str. 247, 33604 Bielefeld statt.

Noch ein Tipp: Im Umgang mit Kindern ist es auch möglich, Unfällen, Verletzungen und schweren Erkrankungen vorzubeugen. Oft genügt ein Blick aus der Kinderperspektive, um Gefahrenquellen zu erkennen. Nicht selten reicht  ein kleiner Handgriff, um diese Gefahren abzustellen.

Weitere Informationen

Angelika Regenberg, Telefon 0521 / 52998 - 210

Willkommen in unserer DRK Kita


Zum 1. August hat das neue Kita-Jahr 2017/18 offiziell begonnen. Mehr als 500 Kinder werden unsere DRK Kitas in verschiedenen Stadtteilen Bielefelds besuchen.

Wir freuen uns auf ein Jahr voller Erfahrungen und Entwicklungen, kleiner und großer Erfolge, auf Abenteuer, gemeinsames Spielen, Singen und Lernen. Gemeinsam mit Ihnen als Eltern möchten wir ihr Kind unterstützen, seine Fähigkeiten zu entfalten und seine Kompetenzen auszubauen. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen und unsere pädagogische Arbeit mit den Kindern. Herzlich willkommen in unserer DRK Kita!

Den neuen Kindern und Familien möchten wir mit einer behutsamen Eingewöhnung zu einem guten Start ins Kita-Leben verhelfen.

Mit den Eltern als sicherem Rückhalt hat ihr Kind die Möglichkeit sich mit der neuen Situation vertraut zu machen. Begleiten Sie ihr Kind, bis es eine vertrauensvolle Beziehung zu den Erzieherinnen und Erziehern in unserer Einrichtung aufgebaut hat. Schon bald wird Ihr Kind Kontakte zu anderen Kindern knüpfen und in den jetzt noch neuen Räumlichkeiten auf Entdeckungstour gehen. Damit dies gelingt, sehen wir in den nächsten Wochen unsere Aufgabe verstärkt darin, den Kindern bestmögliche Unterstützung zu geben, sich hier in der Einrichtung wohl und sicher zu fühlen. 

Wir danken Ihnen für das Vertrauen, dass Sie in uns setzen. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Wünsche haben, sprechen Sie uns bitte an. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit!

„Wasserspaß“ – DRK Familienzentrum Kita Weltweit erhält 5.000 Euro IKK classic übergibt Scheck

Für mehr Wasserspaß: Das Familienzentrum Weltweit erhielt jetzt 5.000 Euro von der IKK classic. Foto: Nitschke Fotografen

 

Ertrinken ist eine häufige Todesursache bei Kindern, denn viele von ihnen können nicht schwimmen. Nur 50 Prozent aller Kinder in Deutschland erreichen bis zum Abschluss der vierten Klasse das Jugendschwimmabzeichen in Bronze. Ende der 80er-Jahre waren es mehr als 90 Prozent. „Das liegt unter anderem daran, dass es zu wenig Schwimmangebote für Familien mit Kindern in Kitas gibt und Kinder oft erst in der Schule Schwimmen lernen“, sagt Jan-Hendrik Stute, Leiter des DRK Familienzentrums Kita Weltweit. Wenn man dann noch bedenkt, dass im vergangenen Jahr in Deutschland allein 16 Kinder bis fünf Jahre durch Ertrinken gestorben sind, ist es Zeit, etwas zu tun.

Im Frühjahr 2014 hat das DRK Familienzentrum Kita Weltweit daher das Projekt „Wasserspaß“ ins Leben gerufen. Es soll zu einer kontinuierlichen Steigerung der Schwimmquote beitragen. Solche sogenannten Settingprojekte werden von den Krankenkassen gefördert. „Wir waren einfach begeistert, als wir erfuhren, dass die IKK classic alle Kitas in Westfalen-Lippe dazu aufrief, bei ihr Anträge zur Förderung von Bewegungsprojekten einzureichen“, sagt Stute. Der Antrag wurde rückwirkend zum 1. Januar 2017 von der Krankenkasse genehmigt. Heute überreichte Julia Kruse von der IKK classic den symbolischen Scheck in Höhe von 5.000 Euro. „Das Projekt kann schwerlich nur über die Zuschüsse des Kinderbildungsgesetzes NRW finanziert werden – wir sind froh, dass die Finanzierung für 2017 nun erst einmal gesichert ist. Ohne ehrenamtliche Unterstützung wäre das Projekt nicht umsetzbar“, so Stute weiter.

Das Familienzentrum liegt in unmittelbarer Nähe zum Bielefelder Hauptbahnhof. Der Stadtteil zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Zuwandererfamilien aus, viele Familien verfügen über ein sehr geringes Einkommen. „Mit diesem personell gut ausgestatteten Projekt wollen wir allen Kindern die Chance geben, bereits früh erste Erfahrungen mit Wasser zu machen. Wir wollen damit den Zugang zu Präventionsleistungen schon früh stärken und Zugangsbarrieren abbauen. Genau dafür sind Gesundheitsangebote in Schulen und Kindertageseinrichtungen so gut geeignet, da diese dann nah bei den Familien im vertrauten Umfeld angeboten werden“, weiß Stute.

In Kleingruppen lernen die Kinder, sich selbstständig, sicher und mit allen Sinnen im Wasser zu bewegen. Sie sollen die Scheu vor dem Wasser verlieren, und erfahren, dass Schwimmen, Spielen, Baden und Tauchen Spaß macht. Der Schwimmunterricht ist zwei Mal in der Woche. Wasserexperimente, Bade-, Sicherheits- und Hygieneregeln werden in der Kita vermittelt. Dort wurde ein sogenannter Wassergewöhnungsraum eingerichtet, in dem auch für kleinere Kinder bereits Wassergewöhnung durchgeführt wird. Der „praktische“ Teil findet im Schwimmbad der Markschule Bielefeld-Brackwede statt. Ca. 45 Kinder haben bereits mitgemacht, bis zum Ende der Badesaison 2017 sollen weitere 15 Kinder an dem Projekt teilnehmen.

„Das Bewegungsverhalten wird im Kindesalter geprägt“, sagt Kruse. „Und um ausreichend Bewegung im Alltag zu integrieren, muß Gesundheitsförderung frühzeitig ansetzen.“ Denn: Schon heute leiden viele Kinder im Vorschulalter unter Bewegungsmangel. Übergewicht und unnötige Erkrankungen sind die Folgen. „Um dies zu verhindern, ist das Projekt optimal. Denn: Die Kleinen, die an diesem Projekt teilgenommen haben, können sich selbstständig und sicher im Wasser bewegen, die Unfallgefahr bzw. die Gefahr zu ertrinken sinkt. Durch das Schwimmen werden Muskeln gestärkt sowie Koordination, Reaktions- und Wahrnehmungsfähigkeiten entwickelt. Und ein ganz wichtiger Aspekt ist die Verminderung sozial bedingter Ungleichheit bei der Nutzung von Gesundheitsangeboten. Deshalb haben wir das Projekt gern unterstützt“, so Kruse weiter.

Kitas in Bielefeld, die Bewegungsprojekte durchführen und Fragen zur Förderung haben, können sich gerne an Julia Kruse wenden:
Telefon: 05241 918-3422; E-Mail: julia.kruse[at]ikk-classic[dot]de.