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News | Aktuelles 2018

Mit der Kuh auf Du und Du - Inner Wheel Club spendet 3.000 Euro für Kinderkulturpass

Die Ziffern wurden bei der Familienfreizeit aus Stroh gebastelt: Projektleiterin Katrin Mengen (von links), Mailo, Gül Demirkaya (DRK Kita Weltweit), Ruth Grautoff, Ingrid Willmünder (beide Inner Wheel Club Bielefeld), Jan-Hendrik Stute (Leiter DRK Kita Weltweit), Ümmühan, DRK Kreisgeschäftführer Ralf Großegödinghaus und Meryem Gültekin freuen sich über die Spende.

Sparrenburg, Stadttheater, Kunsthalle, Tierpark: Stadtkinder und ihre Eltern haben in Bielefeld viele Möglichkeiten. Über feuchte Wiesen rennen, sich in einen Stapel Heu fallen lassen, Tiere füttern: Oftmals Fehlanzeige. Mit dem Kinderkulturpass (Kiku) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) haben Eltern mit ihren Kindern jetzt ein Wochenende in der Bauerhofpension Waldmühle in Dörentrup verbracht. Möglich gemacht hat dies eine Spende des Inner Wheel Clubs Bielefeld in Höhe von 3.000 Euro.

Zweimal jährlich laden die Damen der sozial orientierten Frauenorganisation, die es in 103 Ländern und seit 1985 auch in Bielefeld gibt, zum Benefiz Markt ein. Das ganze Jahr über sammeln sie Kleidung, Schuhe, Haushaltswaren oder Spielzeug. Mit dem Erlös werden soziale Projekte wie Kiku unterstützt. Bei ihrem Besuch ließen sich Inner Wheel Club Präsidentin Ruth Grautoff und Ingrid Willmünder von teilnehmenden Eltern und Mitarbeitern von der Familienfreizeit berichten.

Für viele Familien war es der erste Aufenthalt auf einem Bauernhof. Dazu gehörten Kühe füttern, frisch gelegte Eier für das Frühstück einsammeln, Traktor fahren, Stockbrot am Lagerfeuer backen oder zur Gitarre gemeinsam Lieder singen. „Das Reiten war am schönsten“, erzählt Meryem Gültekin, die mit ihrer Familie an der Freizeit teilgenommen hat. Gemeinsam unternahmen die 17 Kinder und 13 Eltern Ausflüge und Wanderungen, erlebten Natur und Umwelt mit allen Sinnen. Ein Großteil der Kosten wurde mit dem Geld des Inner Wheel Clubs finanziert.

Die Familienfreizeit ist nur ein Reiseziel von vielen, das im Rahmen von Kiku besucht wird. Als „Kultur-Reisebüro der besonderen Art“ will das Projekt bereits Kita-Kinder an Kultur- und Bildungseinrichtungen in und um Bielefeld heranführen.

 „Unsere Besonderheit ist, dass wir die Eltern als wichtigste Vorbilder miteinbeziehen“, sagt Projektleiterin Katrin Mengen. „So kommen zudem Familien miteinander in Kontakt, die sich im normalen Kita-Alltag nicht unbedingt begegnen“.

Ein Gedanke, der den Inner Wheel Club besonders angesprochen hat. „Nicht nur das Miteinander der Eltern mit ihren Kindern, auch das Miteinander der Familien ist besonders“, sagt Ingrid Willmünder. Club-Präsidentin Ruth Grautoff erklärt: “Die Förderung sozialer Projekte verdanken wir dem Erfolg der Benefiz-Märkte“. Diese hätten sich mittlerweile schon zu einem Geheim-Tipp entwickelt. Der nächste Benefiz-Markt findet am 9. März von 15 bis 18 Uhr und am 10. März von 11 bis 15 Uhr im KuKs in der Meisenstraße 65 statt.

 

„Ein Projekt, das Brücken baut“ Volksbank Stiftung spendet 5.000 Euro für Kinderkulturpass

Thomas Sterthoff (hinten v.li.) vom Vorstand der Volksbank-Stiftung, Sina Salomon (stellv. Leiterin Kita Weltweit), Projektleiterin Katrin Mengen, DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus, Petra Schlegel (DRK Fachberatung/Projektkoordinatorin) und Christian Gruse (Volksbank-Geschäftsstellenleiter Kesselbrink) freuen sich über den Ausbau des Projekts. Auch die Kita-Kinder Aylen (3, vorne, v. li.), Léonard (4) und Arwin (5) zeigen „Daumen hoch“.

Kinder schon von klein auf an Bildungs- und Kultureinrichtungen in Bielefeld und Umgebung heranzuführen – das hat sich der Kinderkulturpass („Kiku“) zur Aufgabe gemacht. Mit dem vielfach ausgezeichneten Projekt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind schon rund 400 Kinder und ihre Familien auf Bildungsreise durch Museen, Theater, den Tierpark oder die Musik- und Kunstschule gegangen.

Durch eine Spende in Höhe von 5.000 Euro durch die Volksbank Stiftung der Volksbank Bielefeld-Gütersloh kann Kiku jetzt noch weiter ausgebaut werden. Damit wurde ein Schulungskonzept entwickelt, mit dem das Projekt auch in weiteren Kitas durchgeführt werden kann.

Seit sechs Jahren gibt es den Kinderkulturpass, Petra Schlegel vom DRK hat das Angebot initiiert: „Bildung ist der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe und Erfolg in Schule und Beruf“, sagt sie. Das gelänge besonders gut, wenn sich Pädagogen und Eltern gemeinsam dafür stark machen. „Kinderkulturpass bezieht die ganze Familie mit ein und baut dort Brücken, wo Hemmschwellen bestehen“. Das mache das Projekt in der Region einzigartig. Oft nutzen Eltern die Bildungsangebote ihrer Stadt kaum. „Wer die kulturellen Einrichtungen nicht kennt, sich nicht alleine hineintraut oder wem schlicht die Zeit fehlt, den nehmen wir an die Hand“, erläutert Projektleiterin Katrin Mengen.

In einem ersten Schritt konnte das ursprünglich auf eine Einrichtung beschränkte Konzept in drei DRK Kitas angeboten werden. Durch die jüngste Förderung soll es jetzt allen Bielefelder DRK Kitas und damit 600 Kindern und ihren Familien zugänglich gemacht werden. „Als Stiftung der regionalen Genossenschaftsbank in Bielefeld möchten wir dazu beitragen, dass immer mehr Familien die Angebote in der Kulturregion OWL aktiv nutzen“, sagt Thomas Sterthoff, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Bielefeld-Gütersloh.

Die Volksbank Stiftung der Volksbank Bielefeld-Gütersloh hilft, durch gezielte Förderung ehrenamtlicher Projekte, ihr Engagement weiter zu unterstützen. Allein in diesem Jahr wurden schon über 89.000,00 Euro an finanziellen Mitteln für die Verwirklichung ehrenamtlicher Projekte zur Verfügung gestellt.

Informationen zur Volksbank Stiftung: www.volksbankstiftung.de .

 

Einen guten Start in unserer DRK Kita


Ein neues Kita-Jahr hat begonnen. Die ersten aufregenden Tage sind von der Eingewöhnung der neuen Kinder geprägt. Für viele Kinder war es die erste Trennung von zu Hause. Wir helfen den Kindern dabei, dass sie in unserer Kita „ankommen“ und sich wohlfühlen – jedes in seinem Tempo. Wir verfügen über gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher mit viel pädagogischer Erfahrung und Empathie. Daher sind wir zuversichtlich, dass die Eingewöhnung mit Unterstützung von Eltern und Familien gut gelingt.

Auch die älteren Kinder mussten sich wieder an den Tagesablauf mit seinen Regeln erinnern. So manches ist über die Ferien in Vergessenheit geraten. Daher ist der Beginn des Kita-Jahres für alle Kinder und Eltern, aber auch für die Mitarbeitenden eine aufregende Zeit.

Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrem Engagement unterstützen – bei Festen und Veranstaltungen, im Elternbeirat und mit Ihren guten Ideen. Wir haben für Ihre Fragen und Anregungen, aber auch für Sorgen, Nöte oder Kritik immer ein offenes Ohr.

Wir wünschen allen Kindern und ihren Familien einen guten Start ins neue Kita-Jahr!

 

„Die Reisegruppe wächst“

Präsentieren das neue Handbuch für den Kinderkulturpass: Petra Schlegel (v. l., DRK Projektinitiatorin), Katrin Mengen (DRK Projektleiterin), Jutta Schattmann (Schattmann-Fonds), Marianna Goletsos (DRK Kita Weltweit), Ralf Großegödinghaus (DRK Kreisgeschäftsführer) und Sina Salomon (DRK Kita Weltweit)

Kinder und Eltern entdecken gemeinsam Bildungsinstitutionen in und um Bielefeld. Sie lernen, was es Spannendes in Museen, Theatern, dem Tierpark oder in der Musik- und Kunstschule zu erleben gibt – und das direkt vor der eigenen Haustür. Seit 2012 unternimmt der Kinderkulturpass („Kiku“) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) monatliche Entdeckungsreisen für Kita-Kinder mit ihren Familien. Mehr als 300 Kinder haben bereits mitgemacht, jetzt sollen es noch mehr werden.

Mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Regionale Kulturpolitik des Landes NRW“ in Höhe von 8.000 Euro haben die Verantwortlichen ein Handbuch nebst Schulungskonzept entwickelt. Es enthält eine Übersicht möglicher „Reiseziele“, Durchführungsempfehlungen, etwa zur Programmplanung und Teilnehmergewinnung, sowie Beispielvorlagen für Einladung und Werbematerialien. Auch der Schattmann-Fonds steuerte 1.500 Euro für das Konzept bei, das Programm „Qualität vor Ort“ unterstützte zusätzlich mit Workshops. Leitungskräfte und Mitarbeitende in Kitas sollen damit in die Lage versetzt werden, das Projekt in ihrer Einrichtung durchzuführen.

Projektinitiatorin Petra Schlegel freut sich, „dass die Reisegruppe jetzt weiterwächst“. Die sehr junge Zielgruppe und die kontinuierliche Einbeziehung der Familien mache Kiku in der Region einzigartig. Gemeinsam mit Projektleiterin Katrin Mengen möchte Schlegel das ursprünglich auf eine Einrichtung beschränkte Konzept zunächst allen Bielefelder DRK Kitas und damit rund 600 Kindern mit ihren Familien zugänglich machen. „Kiku bringt alle Voraussetzungen mit, um sich zu einem zukunftsweisenden Bildungsmodell zu entwickeln“, sagt Schlegel.

Davon ist auch Antje Nöhren, Leiterin des OWL Kulturbüros überzeugt: „Das Projekt bietet eine besondere Chance, bereits früh möglichst viele Kinder – zusammen mit ihren Eltern – an Kultur heranzuführen“. Zudem stärke KiKu über die gemeinsamen Kulturerlebnisse das Miteinander von Familien unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Religion. Jutta Schattmann betont: „Der jetzt vorliegende Leitfaden ist eine gelungene Handreichung, die es weiteren Kitas ermöglicht, das erfolgreiche Projekt in ihren Einrichtungen umzusetzen." 

 

Generationenübergreifende Malaktion im Bielefelder Modell - Kooperation DRK und BGW

Freuen sich über die gemeinsame Aktion (v. l.): Sigrid Krätschmar, Bewohnerin im Bielefelder Modell, Altan, Petra Nüssler (DRK), Miray, Oliver Klingelberg (BGW), Ljuba Mladenovic (DRK) und Mia (Foto: Susanne Freitag)

Ein besonderes Projekt wurde im Bielefelder Modell im „Carré am Niederwall“ umgesetzt, welches in Kooperation von BGW und DRK Soziale Dienste OWL geführt wird. In einer generationenübergreifenden Aktion haben sieben künftige Schulkinder der DRK-Kita „Weltweit“ und zwei Bewohnerinnen des Bielefelder Modells an der Brunnenstraße die Wände im äußeren Zugang zum Wohncafé an drei Vormittagen neu gestaltet. Mit bunten Farben und sommerlichen Motiven hat die ehemals graue Treppe nun dauerhaft ein frisches Erscheinungsbild erhalten. Die Idee dazu kam von der BGW, welche die Umsetzung über das Sozialmanagement auch organisiert hat. Der Entwurf für die Wandgestaltung stammt von der Grafikdesignerin Petra Breuer, die schon viele der stadtbildprägenden Hausfassaden der BGW gestaltet hat.

„Für die Kinder, die nach den Sommerferien zur Schule gehen werden, war die Aktion eine schöne Abwechslung, zumal das DRK vor Ort als kleines Dankeschön auch an jedem ‚Arbeitstag‘ für ein tolles Frühstück gesorgt hat“ so Oliver Klingelberg, Ansprechpartner im Sozialmanagement der BGW. Die Bewohnerinnen und Bewohnern im Hause wiederum freuten sich nicht nur, dass sie den jungen Künstlern bei ihrer Arbeit zuschauen konnten, sondern durften ebenfalls aktiv mithelfen.

Oliver Klingelberg / BGW

Kicken mit den Allerkleinsten - Neues Projekt „Anpfiff“: Bielefeld United und DRK Kita Weltweit kooperieren

United-Trainer Marcel Drobe (von links) zeigt Kamal Ghobeyshi, Wolfgang Kneib, Karsten Bremke, Jan-Hendrik Stute und Michelle Meyer (Kita Weltweit), was die Fußball-Kids alles draufhaben.
Michelle Meyer (hinten, v. l.), Jan-Hendrik Stute, Kamal Ghobeyshi (alle DRK Kita Weltweit), Wolfgang Kneib, Marcel Drobe und Karsten Bremke (alle Bielefeld United). Den Fußball-Kids Mahir (vorne, v. l.), Antonio, Tuana, Morten und Nils gefällt´s. (Fotos: Nitschke Fotografen)

Für den sechsjährigen Mahir ist ganz klar Cristiano Ronaldo die Nummer eins. Mehli (vier Jahre) möchte kicken können wie Lionel Messi und Nils (sechs Jahre) einmal ein so guter Torwart sein wie Manuel Neuer. Kinder im Fußball-Fieber sind während der Weltmeisterschaft sind sicher keine Seltenheit. Und doch ist die Kita Weltweit etwas Besonderes. Schon seit 2013 treten die Kids dort einmal pro Woche gegen das runde Leder. Jetzt hat die Einrichtung des
Deutschen Roten Kreuzes (DRK) professionelle Unterstützung bekommen. Als erste Kita kooperiert das Familienzentrum mit „Bielefeld United“.

Der Verein, ins Leben gerufen von ehemaligen Arminia-Profis, möchte mit seinem neuen Projekt „Anpfiff“ bereits die Allerkleinsten im Alter von vier bis acht Jahren für den Sport begeistern. Dazu will Bielefeld United (BiU) mit Kitas und Grundschulen zusammenarbeiten, besonders in den Stadtgebieten, in denen Kinder dieser Altersgruppe oft keinen Zugang zu Sportangeboten haben. „Dabei steht der Spaß an der Bewegung im Vordergrund“, erklärt Mitbegründer Karsten Bremke. „Gleichzeitig erwerben die Mini-Kicker soziale Kompetenzen und werden selbstbewusster, das hilft ihnen auch außerhalb des Fußballplatzes“.

Die Zusammenarbeit mit der Kita Weltweit sei aufgrund ihrer Lage naheliegend gewesen. In dem Familienzentrum im Ostmannturmviertel werden 110 Kinder aus über 20 Nationen betreut. „Bei uns geht es multikulturell zu“, sagt Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute. „Wir schaffen für unsere Kinder und Familien niedrigschwellige Angebote zur gesellschaftlichen Teilhabe und Integration“. Dazu gehöre beispielsweise auch, demnächst eine reine Mädchen-Mannschaft einzurichten.

Bereits seit Ende 2017 läuft die Kooperation des Vereins mit der Kita Weltweit. Projektleiter Kamal Ghobeyshi wird seitdem beim Training der 22 Kids von Marcel Drobe unterstützt, der auch als Co-Trainer bei der U 17-Auswahl des DSC Arminia Bielefeld tätig ist. Aufwärmen, Koordinationsübungen, Passspiel trainieren: Die Kinder sind mit Feuereifer bei der Sache. Bevor sie in Mannschaften gegeneinander spielen, wird darüber gesprochen, was gut gelaufen ist und was noch besser geht. Ghobeyshi hat ein gutes Händchen für das Training des Nachwuchses, lässt sie kleine und große Erfolge sammeln. „Wer sich besonders gut an die Regeln hält, darf die Mannschaften wählen“,
erzählt er. Die Kinder hätten sich motorisch verbessert und ein Auge für Spielsituationen entwickelt. Dabei geht es dem Erzieher nicht darum, neue Talente zu entdecken: „Die Kinder haben einfach Spaß an der Bewegung“, sagt Ghobeyshi.

Auch die Verantwortlichen von Bielefeld United wollen Werte vermitteln. „Teamgeist, Fairplay, Disziplin und Pünktlichkeit helfen auch im alltäglichen Leben“, betont Wolfgang Kneib. Der ehemalige Fußball-Profi war zu seiner aktiven Zeit zuletzt als Torwart beim DSC tätig und ist jetzt Pate für das Projekt „Anpfiff“. Durch den gemeinsamen Sport wolle man die Kinder schon frühzeitig für die anderen Angebote des Vereins begeistern. In den Projekten „Doppelpass“ und „Spielmacher“ kombiniert United Sport, Bildung und Sprache. Da Ziel: Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum Alter von 25 Jahren dauerhafte Werte und Impulse zu vermitteln, damit sie ihr Leben besser meistern können.

Mehr dazu unter www.bielefeld-united.de .

 

Wenn Vorschulkinder Wasserhelden werden - BKK_DürkoppAdler unterstützt DRK Projekt mit 18.500 Euro

Milan (vorne, v. l.), Thuvaasaka, Helin, Mahir und Altan wollen Wasserhelden werden. Dafür machen sich Sina Salomon, Jan-Hendrik Stute (Kita-Leiter), Patricia Chudziak (BKK_DürkoppAdler), Kamal Ghobeyshi, Claudia Wittbrock und Michelle Meyer (alle DRK Kita Weltweit) stark. (Foto: Frank Nitschke)

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Viele Familien verbringen die schönste Zeit des Jahres am Meer, am Badesee oder im Schwimmbad. Doch zum Badespaß gehört, sich sicher im Wasser zu bewegen. Leider kommt es aber immer wieder zu tödlichen Badeunfällen.
Insgesamt nimmt die Zahl der Kinder, die schwimmen können, stetig ab. Nur 50 Prozent aller Kinder in Deutschland erreichen bis zum
Abschluss der vierten Klasse das Jugendschwimmabzeichen in
Bronze. Ein Grund dafür, dass Ertrinken zu den häufigsten
Todesursachen bei Kindern zählt.

Um diesem alarmierenden Trend entgegenzuwirken, hat die DRK Kita Weltweit 2014 das Wassergewöhnungs- und Schwimmprojekt
„WasserHelden“ ins Leben gerufen. Das Konzept überzeugte auch die BKK_DürkoppAdler. Mit einer Förderung in Höhe von 18.500 Euro unterstützt die Krankenkasse das Projekt für zwei Jahre. „Sich im Wasser zu bewegen ist mehr als nur Planschen“, erklärt Madlen
Stupin, Projekt- und Gesundheitsmanagerin bei der BKK_DürkoppAdler. „Es macht Spaß, ist gesund und fördert
Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination“. Damit beuge es den
gesundheitlichen Folgen von Bewegungsmangel vor, unter dem schon viele Kinder bereits im Vorschulalter leiden. Zudem können sich die kleinen Wasserhelden selbständig und vor allem sicher im Wasser bewegen. „Die gesunde Entwicklung der Kinder wird gefördert und das Risiko von Badeunfällen reduziert “.

Das Projekt ist in den Alltag des Familienzentrums integriert. Im
Wassergewöhnungsraum führen schon die kleineren Kinder Wasserexperimente durch. Zudem stehen Bade-, Sicherheits- und Hygieneregeln auf dem Programm. Der praktische Teil findet jedes Jahr von Oktober bis Juli im Schwimmbad der Marktschule in Brackwede statt. „Am Anfang machen wir Tauch- und Spritzspiele“, erzählt Jan-Hendrik Stute. Der Kita-Leiter hatte die Idee, schon vor der Schule mit der Schwimmförderung zu beginnen. "Kurse in der Kitagruppe haben
einen entscheidenden Vorteil", sagt Stute.

"Die Kinder kennen sich, sie haben ihre Erzieher als Bezugspersonen und verlieren so schneller ihre Scheu. Es ist beeindruckend, wie schnell sie selbstständiger und sicherer werden". Derzeit werden 14 Vorschulkinder von Erziehern betreut, die zugleich als Rettungsschwimmer ausgebildet sind. „Unsere Schwimmtrainer sind immer mit im Wasser und am Rand, dicht an den Kindern. Das gibt Sicherheit.“

Seit Beginn des Projektes sind schon rund 100 Kinder zu
Wasserhelden geworden.  Ein Großteil von ihnen kann am Ende schwimmen oder sich sicher über der Wasseroberfläche halten.
Zugleich seien ihnen die Risiken und Gefahren von Wasser bewusst, erzählt Stute. „Die Erfahrung hat gezeigt: Das Projekt ist ein Türöffner, um Familien ins Schwimmbad oder in den Schwimmverein zu bringen“.

 

Kinderkulturpass: Puppenbau und Puppenschau mit der kleinen Wolke Möh

Spannend und kreativ ging es zu beim Kinderkulturpass und den Bielefelder Puppenspielen mit Dagmar Selje (oben, 2. v. l.), einem Haufen selbstgebastelter Schäfchen und der kleinen Wolke Möh.
Gemeinsame Zeit mit KiKu: Esther Rüßler (v. l.) und Leonidas basteln zusammen.
Dakshan präsentiert stolz sein selbst gemachtes Schäfchen.

Ein Besuch der Bielefelder Puppenspiele ist für Kinder und Eltern ein beliebter Termin und wird daher regelmäßig ins Programm des Kinderkulturpasses (Kiku)  aufgenommen. Dieses Mal aber steht für das Projekt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zugleich eine Premiere im Veranstaltungskalender.

Als erste Gruppe überhaupt besucht KiKu das nagelneue Format „Puppenbau und Puppenschau“. Dabei verknüpft Dagmar Selje, Inhaberin der Bielefelder Puppenspiele, eine Bastelaktion für Kinder und Eltern mit Ausschnitten aus einem Puppenspiel. Die Idee zu dem Workshop geht laut Selje auf die gemeinsamen Bestrebungen von KiKu und dem Kulturverein Skala e.V. sowie aus ihrer Kooperation mit dem Verein Klangfestival zurück. „Eine Vorstellung für Kinder ist wunderschön, kann auch wochenlang als schönes Erlebnis im Kopf herumspuken“, sagt Selje, „aber etwas Eigenes zu machen und die direkten Einblicke dazu vom Profi gezeigt zu bekommen, ist theaterpädagogisch gesehen natürlich noch wirkungsvoller“.

Den Profi lässt die Puppenspielerin allerdings gar nicht raushängen. Unkompliziert und nahbar erklärt sie Kindern und Eltern, wie sie selbst eine Stockpuppe nach dem Vorbild der „kleinen Wolke Möh“ bauen können. Eine Schäfchen-Schablone wird zunächst ausgeschnitten und kann dann nach Lust und Laune mit einer Vielzahl an Materialien beklebt werden: Schaffelle, Stoffe oder Wolle regen die Phantasie der Gruppe an.

Einmal mehr zeigt sich, wie ansteckend Kreativität sein kann. Da wird einmal kurz zum Nachbarn oder quer über den Tisch geschielt und schwupps, bekommt das eigene Schäfchen ein Tigerfell und eine Mähne wie ein Palomino-Pferd verpasst. Noch schnell eine farbige Pappe zurechtgeschnitten, damit das Schaf auch auf einer grünen Wiese grasen kann.

„Das könnt ihr gleich mit nach Hause nehmen und euch gegenseitig Geschichten erzählen“, verkündet Selje den freudestrahlenden Kindern.

Bis alles gut getrocknet ist, geht es für alle in den Theatersaal. Dort lüftet die Puppenspielerin so manches Geheimnis des Puppenspiels rund um das Schaf Möh, das auf seiner Insel lebt und sich Freunde zum Spielen wünscht. Selje haucht nämlich nicht nur den Puppen mit ihrem Spiel Leben ein, sondern ist auch für das Bühnenbild, das Licht und den Ton verantwortlich. Das ist für die Kinder aber längst nicht mehr wichtig, als sie helfen, mit dem Wolkenschaftaxi Freunde zu Möhs Insel zu bringen.

Das DRK-Projekt Kinderkulturpass gibt es seit sechs Jahren. „Kiku stärkt die Identifikation mit unserer Stadt und die Bildungskompetenz von Eltern und Kindern“, sagt Projektleiterin Katrin Mengen. Gemeinsam besuchen Kinder und Eltern städtische Institutionen im Bereich Kultur, Umwelt und Bildung. Museen, Theater und Naturparks werden so zu vertrauten und zugänglichen Anziehungspunkten.

 

Oster-Zeit ist Bastel-Zeit

Sie benötigen Gipsbinde, Luftballons und Wasser.
Gipsbinde überlappend auf dem Ballon feststreichen.
Luftballon aus der Gips-Eierschale entfernen
Hier einige Dekorations-Ideen

Bald schon steht Ostern vor der Tür. Nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen bereitet es Freude, wenn farbenfrohe Osterdekoration das Zuhause schöner macht. Diese gemeinsam mit den Kindern zu basteln, macht jede Menge Spaß! Und ganz nebenbei vergeht die Zeit bis zum Fest wie im Flug.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Kindern viel Freude mit dem Bastel-Tipp Ihrer DRK Kitas:

Osternest im Gips-Ei

Sie benötigen

  • Gipsbinde (aus der Apotheke)
  • Kleine Luftballons
  • Dekomaterial wie Ostergras, Moos, Rinde, Eier, Zweige, kleine Blumen, Osterdeko, …
  • Wasser

Vorbereitung

  • Gipsbinde in etwa 4 x 4 cm große Stücke schneiden
  • Wasser in ein Schälchen füllen
  • Dekomaterial bereitlegen

So geht´s

  • Luftballon zur gewünschten Größe aufblasen und verschließen
  • Gipsbindenstücke in Wasser tauchen und überlappend auf der unteren Hälfte des Luftballons verstreichen
  • Etwa drei bis vier Schichten übereinanderkleben
  • Etwa eine Stunde trocknen lassen
  • Luftballon entfernen, bei Bedarf vorher die Luft rauslassen (mit Schere den Knoten aufschneiden)
  • Die so entstandene Gips-Eierschale kann jetzt nach Lust und Laune befüllt und dekoriert werden.

Schon fertig!

 

Auf Entdeckungsreise im Stadtmuseum Kinderkulturpass: Das Bielefelder Projekt macht erstmals Halt in Gütersloh

Angetan von Ampelmännchen und Co: Kiku Projektleiterin Katrin Mengen (v. l.), Melena (5), Elias (3), Museumsleiter Dr. Franz Jungbluth und Favio (12).

Sie besuchen Museen, die Bibliothek oder den Tierpark, nehmen an Musik-, Kunst- und Tanzprojekten teil. Rund 400 Familien mit Kindern im Kindergartenalter sind bereits mit dem „Kinderkulturpass“ (Kiku) des Deutschen Roten Kreuz (DRK) auf Entdeckungsreise durch heimische Kultureinrichtungen gegangen.

Premiere feierte Kiku jetzt in Gütersloh: Erstmals machte das vielfach ausgezeichnete Projekt im Stadtmuseum Halt. Unter museumspädagogischer Führung erkundeten Kinder und Erwachsene die Ausstellung „Ampelmännchen und Co“. Anschließend ging es ins Atelier. Dort gestalteten die Teilnehmer ihr eigenes kreatives Verkehrsschild. Als besonderer Hit bei Kleinen und Großen erwies sich einmal mehr die Stadtmarketingecke. Dort werden Verkehrszeichen aus aller Welt, unter anderem mit den Mainzelmännchen,  den Bremer Stadtmusikanten oder dem Rattenfänger von Hameln gezeigt.

„Alle Eltern wünschen sich für ihre Kinder Bildung, Erfolg in der Schule und im Beruf“, sagt Projektinitiatorin Petra Schlegel. Damit dies gelinge, sei es unbedingt erforderlich, die Eltern in den Prozess mit einzubeziehen. „Wir beobachten, dass die Familien durch die Veranstaltungen mit Kiku die Bildungs- und Kulturlandschaft der Region selbstbewusst nutzen“. Kiku schaffe zudem eine Plattform der Begegnung, sagt Projektleiterin Katrin Mengen. „Auf unseren Exkursionen begegnen sich beispielsweise der Rechtsanwalt und die Mutter mit Fluchterfahrung auf Augenhöhe“. Damit trage das Projekt zur Integration durch Identifikation mit der Region und ihren Kultureinrichtungen bei.

Geht es nach Museumsleiter Dr. Franz Jungbluth, könnte dies nicht der letzte Besuch der Kiku-Teilnehmer gewesen sein: „Der Kinderkulturpass eröffnet viele neue Horizonte und zeigt, welche kulturellen „Schätze“ sich in der direkten Umgebung heben lassen“.

Dass „diese vorbildliche Aktion“ jetzt auch den Weg nach Gütersloh ins Stadtmuseum gefunden hat, freut Jungbluth selbstredend besonders. Ursprünglich sollte Kiku die letzte Gruppe sein, die die Ausstellung besichtigt. Mittlerweile hat das Stadtmuseum eine Verlängerung bis zum 4. März angekündigt.

Besonders empfohlen wurde das Stadtmuseum Gütersloh den Kiku-Verantwortlichen vom OWL Kulturbüro. Dessen Leiterin Antje Nöhren will in OWL möglichst viele junge Menschen mit kulturellen Bildungsangeboten erreichen. „Kiku bietet eine besondere Chance, bereits in der frühkindlichen Bildung damit zu beginnen und möglichst viele Kinder – zusammen mit ihren Eltern – an Kultur heranzuführen“.

Seit über fünf Jahren besteht das rein spendenfinanzierte Projekt unter dem Dach des Kreisverbandes Bielefeld des Deutschen Roten Kreuz (DRK). Zur nachhaltigen Finanzierung und weiteren Entwicklung sei KiKu laufend auf der Suche nach neuen Sponsoren, so Mengen. Wer Interesse daran hat, das Projekt zu unterstützen, kann sich unter Telefon 0521-5299831 oder schlegel@drk-bielefeld.de melden.

 

Was tun, wenn das Wetter schlappmacht?


Ja, es ist Winter, also eigentlich… Wenn man sich umhört, scheint dieser Winter allerdings einen besonderen Namen zu haben: „Mistwetter“. Was tun mit den lieben Kleinen, wenn es kalt ist und der Wind den Regen in Böen über die Straßen peitscht? Wenn es draußen früh dunkel und ungemütlich ist und überhaupt?

Schlechtes Wetter ist kein Grund, den lieben langen Tag oder gar ein ganzes Wochenende in der Wohnung zu verbringen. Wozu gibt es schließlich wetterfeste Kleidung und warme Stiefel? Daher das Wichtigste vorab: Raus mit Ihnen und Ihren Kindern an die frische Luft! Damit tun Sie sich selbst, besonders aber Ihren Sprösslingen richtig Gutes. Draußen spielen bei Wind und Wetter stärkt den Körper Ihres Kindes. Erkältungen drohen eher dann, wenn sich ihr Kind hauptsächlich drinnen aufhält und nicht abgehärtet ist. Von der Bewegung profitieren Knochen, Muskeln, das Gehirn, der Gleichgewichtssinn und die Durchblutung. Das gemeinsame Spiel im Freien macht Spaß und fördert das Miteinander. Und wie schön, wenn der Nachwuchs abends ausgeglichen, zufrieden und ausgepowert ins Bett fällt!

Ihnen fehlen die Ideen und der Spielplatz um die Ecke ist längst schon ein alter Hut? Ein Grund mehr, einmal den Park zu besuchen. Erklären Sie Ihrem Kind, wie sich die Natur im Laufe des Jahres verändert und warum der kleine See um die Ecke jetzt zufriert. Suchen Sie gemeinsam Stöcke, Steine, Regenwürmer und Schnecken im Wald. Denken Sie sich lustige Namen für Pfützen aus, bevor Sie mit Anlauf hineinhüpfen. Fangen und trinken Sie Regentropfen oder erfinden Sie Regenlieder. Gemähte Felder und Wiesen bieten jetzt viel Platz zum Toben oder zum Drachensteigen. Im Tierpark Olderdissen kann man auch im Winter viele Tiere bestaunen. Anschließend gibt es nichts Schöneres, als mit Mama und Papa nach einem Spaziergang oder Toben im Freien auf der Couch bei warmen Tee oder Kakao zu kuscheln und das Lieblingsbuch zu lesen.

Was aber tun, wenn es draußen stürmt, regnet oder schneit und die Welt mal wieder untergeht? Ein Klassiker: Mit Decken und Kissen, mit Tischen, Stühlen und Kommoden ein dunkles, geheimnisvolles Versteck bauen. Oder einen großen Karton nehmen, anmalen und anschließend ein gemeinsames Picknick im neuen Haus veranstalten. Die Sonne will sich nicht zeigen? Malen Sie sie doch mit Fingerfarben an die Fenster! Die meisten Kinder backen auch für ihr Leben gern – nicht zuletzt deshalb, weil man die Reste vom leckeren Teig am Rührlöffel und in der Schüssel anschließend immer abschlecken darf. Soll es etwas ruhiger zugehen, bieten sich Brettspiele an. Schlechtes Wetter ist auch ideal, um mal wieder eine Geschichte vorzulesen oder sich sogar selbst eine auszudenken. Malen, Basteln, mit dem Lieblingsspielzeug spielen – oft finden Kinder auch selbst eine Beschäftigung.

Fällt Ihnen und Ihrem Nachwuchs die Decke auf den Kopf? Bielefeld hat vieles zu bieten, das nicht immer teuer ist: Besuchen Sie die Sparrenburg, das Naturkundemuseum, die Kunsthalle, das Puppentheater oder das Bauernhausmuseum. Auf den Internet-Seiten finden sich häufig spezielle Angebote für Kinder und Eltern. Wer es sportlich mag, kann sich auf der Oetker-Eisbahn, im Schwimmbad, beim Bowlen oder auf verschiedenen Indoor-Spielplätzen austoben. Sie werden sehen, der Winter ist gar nicht lang genug, um alles auszuprobieren. Aber der nächste kommt bestimmt!