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News | Aktuelles 2020

Aktuelle Berichterstattung über die DRK Kita Lummerland

Gegen eine Erzieherin und die Leitung der DRK Kita Lummerland wurde von der Staatsanwaltschaft Bielefeld Anklage wegen der Misshandlung von Schutzbefohlenen erhoben. Anlässlich eines arbeitsgerichtlichen Verfahrens gegen eine ehemalige Mitarbeiterin wurde heute erneut in den örtlichen Medien über dieses Thema berichtet.

Der DRK Kreisverband Bielefeld hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe diese unter Beteiligung des Vorstandes, des Betriebsrates, des Jugendamtes, des Landesjugendamtes und nicht zuletzt der Eltern und der in der Kita beschäftigten Mitarbeitenden zeitnah und umfassend aufgearbeitet.

Das Wohl der uns anvertrauten Kinder zu schützen, ist Basis der pädagogischen Arbeit in unseren DRK Kitas. Der DRK Kreisverband Bielefeld ist sich dieser Verantwortung bewusst und nimmt sie sehr ernst. Die ermittelnden Behörden auch weiterhin bei der Aufklärung des Sachverhalts zu unterstützen, ist für uns selbstverständlich.

In laufenden Verfahren bedarf es – zum Schutze aller Beteiligten – einer sorgsamen und insbesondere objektiven Aufklärung und Bewertung der Sachverhalte. Stellungnahmen außerhalb der laufenden Verfahren sind dieser Aufklärung nicht förderlich. Ebenso vertrauen Mitarbeiter*innen mit Recht darauf, dass bis zum Abschluss laufender Verfahren die Unschuldsvermutung gilt. Der DRK Kreisverband Bielefeld bittet daher um Verständnis, dass unbeschadet der internen Aufklärungsarbeit eine weitergehende Stellungnahme nicht abgeben werden kann.

 

DRK Kitas ab dem 8. Juni 2020 wieder für alle Kinder geöffnet

Über die Herausforderungen, die der „eingeschränkte Regelbetrieb“ für DRK Kitas mit sich bringt, haben Christin Nieratka (hinten, v. l.), Jan-Hendrik Stute (beide DRK Kita Weltweit), Katharina Möller (Elternvertreterin), Ursula Reinsch und Daniel Heihoff (Kreisrotkreuzleiter) bei einem Pressetermin mit der Neuen Westfälischen informiert. Henry (5, vorne v. l.), Vassili (6), Isabell (3) und Justus (4) sind froh, wieder in die Kita gehen zu können.
In allen DRK Kitas tragen die Eltern wie Katharina Möller (l.) und Erzieherin Christin Nieratka (2. V. r.) beim Bringen und Abholen ihrer Kinder einen Mundschutz. Justus (v. l.), Henry, Isabell und Vassili beobachten alles genau.

Endlich geht es wieder los: Seit dem 8. Mai ist das Betretungsverbot für die Kindertagesbetreuungsangebote in Nordrhein-Westfalen aufgehoben. Alle Kinder haben dann wieder grundsätzlich einen – allerdings durch die Maßgaben des Infektionsschutzes eingeschränkten – Anspruch auf Bildung, Betreuung und Erziehung in einem Angebot der Kindertagesbetreuung. Auch die mehr als 650 Kinder in 10 Kitas des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Bielefeld dürfen ihre Einrichtung im Rahmen des sogenannten „eingeschränkten Regelbetriebs“ wieder besuchen.

Konkret bedeutet dies für die Eltern, dass ihre Kinder in Anlehnung an das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) 10 Stunden pro Woche weniger betreut werden als im Betreuungsvertrag vereinbart. Das DRK legt dabei Wert auf individuelle Lösungen für jede einzelne Kita. „Wir haben uns je Kita mit den Elternbeiräten über die in dieser Phase der Lockerungen geltenden Öffnungs- und Betreuungszeiten verständigt“, sagt Ursula Reinsch vom DRK. Die eingeschränkten Öffnungszeiten stellten Eltern oft vor Herausforderungen. „In vielen Fällen ist es uns so gelungen, dass Eltern Arbeit und Familie weitestgehend miteinander in Einklang bringen können“.

Erzieher*innen haben in den vergangenen Tagen mit Hochdruck daran gearbeitet, die Corona-Sicherheitsauflagen umzusetzen. "Wir freuen uns riesig, die Kinder wiederzusehen", sagt Reinsch. Gleichwohl musste der Kita-Alltag an die aktuelle Situation angepasst werden: Abstände wurden auf dem Boden markiert, Waschräume, Garten und Pausenräume unterteilt, Bällebäder und Kuschelecken abgeschafft, das Spielzeug um etwa die Hälfte reduziert. Durften sich die Kinder bisher aussuchen, ob sie ins Atelier, den Bewegungs- oder Rollenspielraum gehen, müssen sie nun in so genannten „Betreuungssettings“ zusammenbleiben – strikt getrennt in festen Räumen, möglichst mit immer denselben Erzieher*innen.

Überhaupt ist die tägliche Arbeit derzeit coronabedingt mit vielen Einschränkungen verbunden. Vor allem gibt es keine gruppenübergreifenden Angebote, die die Kinder nach dem offenen Konzept nach eigenen Neigungen und Wünschen auswählen dürfen. „Aktivitäten, die zu näherem körperlichen Kontakt animieren, sind momentan nicht möglich“, erklärt Reinsch. „Das ist ein permanentes Dilemma für unsere Erzieher*innen, die einen hohen Anspruch an ihre pädagogische Arbeit haben“. So viel Einschränkungen wie nötig, so viel Normalität für die Kinder wie möglich – das ist das erklärte Ziel beim DRK.

Dies alles geschieht, um das Risiko einer Infektion mit dem Corona-Virus zu minimieren und für den Fall einer Erkrankung Infektionsketten nachvollziehbar zu machen. Dazu gehören auch die regelmäßige Reinigung von Oberflächen, Türgriffen und Spielsachen sowie häufiges Lüften. Beim Kontakt zwischen Erwachsenen besteht in den DRK Kitas Maskenpflicht, darüber hinaus wurde ein spezielles Hygiene-Konzept erarbeitet, in dem alle Mitarbeitenden geschult wurden und das jetzt im pädagogischen Alltag mit den Kindern umgesetzt wird. „Was ist Corona? – mit dieser Frage beschäftigen wir uns nun im Kita-Alltag. Die Jungen und Mädchen erfahren, wie wichtig das Waschen der Hände ist. Sie lernen die Nießetikette, um sich selbst und anders zu schützen“, beschreibt Reinsch den neuen Kita-Alltag.

Grundsätzlich gilt: Es dürfen keine Kinder betreut werden, die Krankheitssymptome aufweisen. Die Art und Ausprägung der Krankheitssymptome sind dabei unerheblich. Zudem dürfen sie nicht betreut werden, wenn Elternteile bzw. andere Personen aus häuslicher Gemeinschaft Krankheitssymptome von COVID-19 aufweisen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Coronavirus Hygiene-Tipps mehrsprachig


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DRK-Kitas ab dem 16.3.2020 geschlossen

Die Landesregierung NRW hat angeordnet, dass in Nordrhein-Westfalen alle Schulen und Kitas ab dem 16.03. bis mindestens 19.04.2020 geschlossen werden. Damit soll die Infektionskette des Corona-Virus eingedämmt und seine Ausbreitung verlangsamt werden.

Für Kinder von Eltern bestimmter Berufsgruppen gewährleistet das DRK in Bielefeld unter bestimmten Voraussetzungen eine Notbetreuung. Dieses Angebot kann lediglich in Anspruch genommen werden, wenn beide Elternteile Berufsgruppen angehören, die in kritischen Infrastrukturen tätig sind, beziehungsweise von Alleinerziehenden, die in diesen Berufsgruppen tätig sind.

Eine Liste der betroffenen Berufsgruppen hat das Familienministerium am Sonntag (15.03.2020) veröffentlicht. Dazu zählt die Landesregierung folgende Branchen:

    Energie wie Strom, Gas, Kraftstoffversorgung

    Wasser, Entsorgung

    Ernährung, Hygiene

    Informationstechnik und Telekommunikation

    Gesundheit

    Finanz- und Wirtschaftswesen wie Banken und Jobcenter

    Transport und Verkehr

    Medien

    staatliche Verwaltung (Bund, Land, Kommune)

    Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe

Betroffene Eltern dieser Berufsgruppen, die die Betreuung nicht anderweitig organisieren können, müssen eine Bescheinigung durch ihre Arbeitgeber ausfüllen lassen und beim DRK, Fachbereichsleitung Kitas, Petra Schlegel einreichen.

Das DRK Bielefeld bittet alle Eltern für die Notwendigkeit dieser Maßnahmen um Verständnis, da sie zur Eindämmung der Ausbreitung der durch das Corona-Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 in Bielefeld dienen.

Weitere Informationen im Kontext der Coronavirus-Pandemie finden Sie fortlaufend auf unserer Homepage.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mitarbeitende der Deutschen Bank sammeln Spenden - Rezepte und mehr: Gesundes Kita-Frühstück muss nicht kompliziert sein

Frisch gepresste Säfte in der Bärengruppe: Das ist gesund, finden die stellvertretende DRK Kita-Leiterin Marianna Goletsos (vorne, v. l.), Elias, Artur, Léonard, Esther Lemke (DRK, hinten, v. l.), Jutta Schattmann (Bielefelder Bürgerstiftung), Stefan Oldemeier und Cornelia Holwas (beide Deutsche Bank). (Foto: Nitschke Fotografen)

„Das ist gesund“. Stolz präsentiert Elias seinen sonnengelben frisch gepressten Obstssaft. Zuvor sind nacheinander vier Orangen, zwei Kiwi und drei kleine Bananen im Entsafter verschwunden. „Mmh, das schmeckt lecker“, sagt der Fünfjährige „Das macht stark“, weiß auch Artur und präsentiert zum Beweis seine Armmuskeln. In der Projektwoche der DRK Kita Weltweit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) dreht sich alles um gesundes Frühstück für Kinder, Ernährungstipps für Eltern und natürlich dürfen auch Rezepte nicht fehlen.

Möglich geworden ist dies durch eine Initiative von Mitarbeitenden der Deutschen Bank AG in Bielefeld. Die Bänker wollen mit ihrem Engagement hiesige soziale Projekte fördern. Die Wahl fiel auf „Fit durch Frühstück“, einem Projekt, das die Bielefelder Bürgerstiftung seit 2012 in Bielefelder Grundschulen und seit 2016 auch in Kitas durchführt. Das DRK Familienzentrum Weltweit im Ostmannturmviertel ist die erste Einrichtung in Bielefeld-Mitte. Insgesamt beteiligen sich inzwischen 14 Kitas in Bielefeld.

Zwei Jahre lang warben die Bankmitarbeiter*innen einmal im Monat mit selbstgemachten Leckereien bei ihren Kunden für den guten Zweck. Auf diesem Weg sind 1.000 Euro zusammengekommen. Mit dem Geld will die Kita das Thema „gesunde Ernährung“ noch mehr in den Mittelpunkt des Kita-Alltags rücken. „Kinder brauchen ein gesundes Frühstück, um sich gut entwickeln zu können“, sagt Marianna Goletsos, stellvertretende Kita-Leiterin. „Wir möchten eine grundsätzliche Haltung dazu entwickeln – bei Kindern, Eltern, aber auch in unserem Team“.

Wie ein gesundes Frühstück aussieht, weiß angeblich jedes Kind. Gleichwohl sind die Inhalte der Butterbrotdosen vielfältig. „Die Skala reicht vom Croissant mit Nutella bis hin zu Gemüse- und Obststicks mit Dip“, erzählt Esther Lemke vom DRK. Viel Aufklärungsarbeit liegt also schon hinter dem Kita-Team, weitere steht bevor. Besonders beliebt sind Frühstücke in den sechs Gruppen der Einrichtung, die von Eltern zubereitet werden. Die Mitarbeitenden backen mit den Kindern, machen Joghurt, bepflanzen, pflegen, ernten und verarbeiten Kräuter und Gemüse aus dem Kita-Hochbeet. „Seitdem herrscht ein reger Austausch über Rezepte“, freut sich Lemke. Überhaupt komme man seit Beginn des Projektes immer wieder und immer öfter über das Thema miteinander ins Gespräch. „Wir merken, es bewegt sich etwas“.

Mit der Förderung der Bänker konnte eine Team-Fortbildung durch eine Ökotrophologin finanziert werden. „Das Thema ist seitdem dauerhaft präsent“, erzählt Goletsos. Mit Kochabenden, Informationsveranstaltungen und Einzelfallberatung werden die Eltern konsequent miteinbezogen. „Gesunde Ernährung macht Spaß und muss nicht kompliziert sein“, sagt auch Jutta Schattmann, Projektleiterin bei der Bürgerstiftung. „Wer das Essverhalten von Kindern nachhaltig beeinflussen möchte, muss auch immer die Eltern als die wichtigsten Vorbilder ihrer Kinder mitdenken“.  Informationen unter Telefon 0521 - 5574350 oder über E-Mail info@bielefelder-buergerstiftung.de.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DRK Familienzentrum Weltweit ist Literaturkita und Buchkindergarten - Paradies für kleine Bücherwürmer

In der Kita-Bibliothek: Melih (vorne, von links), Leonidas, Bundestagsabgeordnete Wiebke Esdar, Aathmika, Lisa, Afia, DRK Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute (hinten, von links), Hartwig Bögeholz (Jürmker Bücherstube) und DRK Vorstand Christopher Brandes. (Foto: Nitschke Fotografen)

Im Familienzentrum Weltweit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) werden Literatur, Vorlesen und Sprache großgeschrieben. Jetzt wurde die Kita für ihr Engagement als erste Kita in Bielefeld gleich doppelt geehrt: Sie erhielt die Zertifizierung als „Literaturkita“ und das 2019 erstmals vergebene Gütesiegel „Buchkindergarten“.

Für Kita-Leiter Jan-Henrik Stute stellt die Zertifizierung einen logischen Schritt dar. „Als Kita im Ostmannturmviertel, die von Kindern aus 25 Nationen besucht wird, ist Sprache und Sprachförderung für uns eine wichtige pädagogische Aufgabe, die im Kita-Alltag seit jeher viel Raum einnimmt“. Monatelang bereitete sich sein Team vor, um die mit der Bewerbung verbundenen vielfältigen Anforderungen und Standards zu erfüllen. Dazu zählen neben der Zusammenarbeit mit Eltern und Büchereien, Fortbildungen für Mitarbeiter*innen und einem reichhaltigen Angebot an Bilderbüchern auch die Verankerung der literaturpädagogischen Arbeit im Konzept der Einrichtung. Daran haben alle 25 Mitarbeiter*innen der Kita mitgewirkt.

Literaturkita und Buchkindergarten zu sein, bedeutet für die 109 Kinder in der Kita ganz konkret, einmal im Monat in die Stadtbibliothek zu gehen, sich von Erzieher*innen und zwei Vorlesepat*innen vorlesen zu lassen oder an Buch- und Theaterprojekten teilzunehmen. Die Einrichtung bietet überall im Haus einen Platz zum Lesen, besonders aber in der mehr als 2.000 Bände umfassenden Kita-Bibliothek. Diese wurde von der Bundestagsabgeordneten Wiebke Esdar jetzt offiziell eingeweiht. Das Lesen im digitalen Zeitalter komme oft viel zu kurz, stellt Esdar fest: “Lesen ist für die Kinder wichtig, weil es Ihnen ermöglicht zur Ruhe zu kommen, es die Fantasie anregt und weil es einfach Spaß macht. In der Kita entwickeln sich kleine und große Leseratten und haben dann ein Leben lang Freude am Lesen und Schmökern."

Die Bibliothek und alle Angebote rund ums Buch kämen bei Kindern und Eltern gleichermaßen gut an, berichtet Jan-Hendrik Stute. Jede Kita-Gruppe verfüge über einen Ausweis für die Kita-Bibliothek, um regelmäßig dort Bücher auszuleihen. Besonders beliebt sei bei den kleinen Bücherwürmern, den dazu genutzten Leserucksack auch am Wochenende zu packen, um sich für diese Zeit einige Bücher auszuleihen. „Im morgendlichen Stuhlkreis stellen die Kinder dann das Buch vor, das ihnen am besten gefallen hat“.

Überhaupt komme man in der Einrichtung über Bücher jetzt noch mehr miteinander ins Gespräch, sagt Stute. In Erzählkreisen dürfen Kinder philosophieren, am wöchentlichen Spielzeugtag bringen sie jetzt auch ihre Lieblingsbücher mit und stellen sie in ihrer Gruppe vor. Der Kita-Leiter hebt die gute Kooperation mit der Jürmker Bücherstube hervor, im Rahmen derer etwa Elternabende zu Sprache und Lesen und eine jährliche Buchausstellung organisiert werden. Zudem wurde für die Eltern eine Buchtauschbörse eingerichtet.

DRK Vorstand Christopher Brandes begrüßt die Förderung von Kitas durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“: „Frühe Sprach- und Leseförderung ist wichtig und notwendig, weil sie ungeachtet ihrer sozialen Herkunft gute Bildungsvoraussetzungen für alle Kinder schafft“.

Die Zertifizierung als Literatur-Kita wird vom LWL Bildungszentrum Jugendhof Vlotho in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft zur Förderung des Philosophierens mit Kindern verliehen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergibt gemeinsam mit dem Deutschen Bibliotheksverband das Gütesiegel „Buchkindergarten“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir wünschen allen Kindern und Familien ein glückliches und gesundes Jahr 2020!