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Kreisverband Bielefeld e.V.






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DRK-Berichte


 
Eigensinn-Team Fortbildung Kinderschutz mit Eigensinn
Bielefeld, den 23. Juni 2010

Im Rahmen einer dreiteiligen Fortbildung, Kinderschutz – Prävention von sexualisierter Gewalt an Jungen und Mädchen, hat sich das Team des Familienzentrums DRK Kita Weltweit weiterqualifiziert. Gemeinsam mit der Referentin Ulrike Mund vom Verein EigenSinn wurden folgende Inhalte thematisiert: Definition von sexuellem Missbrauch, Prävalenz, Täterstrategien, Signale und Symptome, erster Schritte der Intervention, Hilfeeinrichtungen, rechtliche Grundlagen, Aspekte der Präventionserziehung und Materialien und Medien für die pädagogische Praxis. Ziel der Fortbildung war es, Sicherheit im Thema zu gewinnen und Handlungskompetenzen zu erwerben.

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Foto vom Sprachkurs für Mütter Familienzentrum in der DRK KiTa Weltweit von Petra Schlegel
Leiterin der Kindertagesstätte "Weltweit"

Vietnam, Thailand, Sri Lanka, Kuba, Serbien, Nigeria, Philippinen, Kroatien, Elfenbeinküste, Zaire, Ghana, Marokko, Polen, Russland, Ägypten, Iran, Irak, Syrien, Brasilien, Georgien, Griechenland, Türkei, Deutschland… Moslems, Christen und orthodoxe Christen, Alewiten, Yeziden, Buddhisten, Hindus … die Aufzählung der Nationen und Religionen "unserer" Familien läst eine Reise um die Erde assoziieren. Was liegt näher als von dieser Vielfalt und diesem Reichtum zu profitieren und die daraus resultierenden Möglichkeiten der Partizipation zu nutzen und heraus zu stellen.
Am 13.01.97 wurde die DRK Kita - für 100 Kinder im Alter von 6 Monaten bis 10 Jahren- eingeweiht, damals noch unter dem Namen " DRK Kita in der Waldemarstraße". Seit 10 Jahren begegnen sich Menschen aus mehr als 20 verschiedenen Nationen in unserem Haus.
Unter Einbeziehung von Eltern, Kindern und Nachbarn wurde ein passender Name für unser Haus gesucht. Mitarbeiterinnen und Kinder befragten Familien und Anwohner unseres Viertels. Die Vorschläge reichten von " Rasselbande über Kita Kunterbunt bis zum Vorschlag eines Nachbarn, der meinte: mit so vielen Nationen unter einem Dach käme nur "Weltweit" in Frage!" DRK Kita Weltweit - unser neuer Name sollte auch ein konzeptioneller Hinweis für Eltern, Kinder und das Viertel sein. Seit dem Bestehen der Kita, verstehen wir uns als Haus für die Begegnung dieser sprachlichen kulturellen, nationalen und religiösen Vielfalt. All das was unser Alltag ist, müssen viele Schüler mühsam in Sachkunde, Erdkunde, Religion und Politik lernen. Daher haben wir nicht lange gezögert und uns an der Ausschreibung des Landeswettbewerbes NRW zum Pilotprojekt Familienzentren beworben.
Seit Sommer 2006 befindet sich die Kindertagesstätte in der Pilotphase zum Familienzentrum. Als Kindertagesstätte sind wir eine Institution, die akzeptiert und bekannt ist. Die Hemmschwelle uns zu besuchen ist niedrig. Dazu trägt natürlich auch unsere Lage inmitten eines Grünzuges, umgeben von fünfstöckigen Wohnhäusern bei. Wir sind sichtbar und stets öffentlich! Nachbarn sind uns willkommen und werden aufgefordert an unserem Leben teilzuhaben. Seit 1999 findet aufgrund des hohen Anteils an Familien mit Migrationshintergrund (95%) eine intensive Sprachförderung für Vorschulkinder statt.
Im Rahmen der Arbeit als Familienzentrum ist es uns gelungen einen Deutschkurs für Frauen zu initiieren. Dieser Kurs wird eingerichtet in Kooperation mit dem Bildungswerk des DRK, der REGE und dem BAMF und findet in den Räumen der DRK Kita Weltweit statt. Mütter und Nachbarinnen lernen parallel zu ihren Kindern ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Dabei geht es uns nicht nur um den Erwerb der deutschen Sprache, sondern auch um die Stärkung des Selbstwertgefühls und die Möglichkeit sich am allgemeinen gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Durch Gespräche mit den Müttern und Frauen sind weitere Ideen und Projekte entstanden, die in naher Zukunft umgesetzt werden. Besonders zu erwähnen sind hier ein französischer Spielkreis für Eltern und Kinder, Selbstbehauptung für Frauen oder auch PC Kurse für Erwachsene.


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Foto vom gemeinsamen Kochen Gemeinsames Kochen im DRK Familienzentrum Kita Weltweit von Teresa Özcelik
DRK

Mein Kind isst ja doch Gemüse!!!
Nicht nur erstaunt, sondern auch erfreut nahmen manche Mütter diese Tatsache wahr. In einem Eltern-Kind-Kochkurs hatten Familien mit Migrationshintergrund die Gelegenheit gemeinsam unter Anleitung einer Köchin zu brutzeln. Anfänglich gab es Skepsis, ob denn dieses etwas seltsam klingende Gericht ( „Entensugo“) auch schmecken würde oder ob Kinder es wirklich schaffen würden Gnocchi selbst herzustellen. Aber spätestens beim anschließenden gemeinsamen Verspeisen der zubereiteten Gerichte waren sie ALLE überzeugt. Es kommt ja doch nur manchmal auf die Art der Zubereitung an. Damit ist nicht nur die Art des Kochens gemeint, sondern mit wem und in welchem Umfang in der Familie gekocht wird. Der Kochkurs lief im Rahmen eines BAMF-Projektes, das in der Verantwortlichkeit der DRK Integrationsagentur Teresa Özcelik lag. In den Monaten November und Dezember 2006 konnten Eltern der Hortkinder des DRK Familienzentrums Kita Weltweit ihre Kochkünste verbessern. Dabei sollte das gemeinsame Herstellen von Gerichten mit frischen Zutaten im Vordergrund stehen.
Es wurde vor allem darauf geachtet, dass die Teilnehmer die Vorzüge der Frischküche kennen lernen und dabei erfahren, dass es sich manchmal lohnt doch etwas mehr zu schnippeln und ein klein bisschen mehr Zeit zu investieren. Die vielen „mmmmhs“ der Eltern und Kinder waren für alle Teilnehmer überzeugender als jeder gut gemeinte Rat. Für Kinder war es vor allem interessant, da sie Gemüse und Gerichte der Heimatländer ihrer Eltern kennen lernen konnte. Für die Eltern war es als Anregung gedacht, sich noch mal an die Kochgewohnheiten ihrer eigenen Eltern zu erinnern und vielleicht einiges davon wieder einzuführen. Da der Alltag in Familien oft hektisch und unter Zeitdruck verläuft, sollten Eltern die Gelegenheit nutzten, sich Zeit zu nehmen für ihre Kinder, um zu erfahren, dass Kinder doch mehr mögen als nur Pommes und Pizza, wenn sie mit in das Geschehen eingebunden werden. Für die Teilnehmer war es eine schöne Erfahrung an der Aktion des Familienzentrum außerhalb der regulären Öffnungszeiten teilzunehmen. Aufgrund der großen Nachfrage, wird überlegt, den Eltern-Kind-Kochkurs regelmäßig anzubieten.


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